Die Alben des Juli: Die Redaktions-Top-10

 

Damit ihr künftig nichts mehr in Sachen geiler neuer Mucke verpasst, präsentieren wir euch an dieser Stelle die Top 10 der Platten die im letzten Monat unsere Redaktions-Hallen erreichten. Den Anfang machen diesen Monat The Dead Daisies, Meat Loaf, The Cadillac Three, Unlocking the Truth und manche mehr.




PLATTE DES MONATS

The Dead Daisies
Make Some Noise


Mit den Neuzugängen Doug Aldrich (Whitesnake, Dio) und Drummer Brian Tichy (Foreigner, Billy Idol, Queensryche, Ozzy Osbourne) schalten die von David Lowy gegründeten toten Gänseblümchen drei Gänge – inklusive Lachgaseinspritzung – hoch. Make Some Noise brettert dabei so souverän über den Asphalt, dass jedes der zwölf enthaltenden Stücke (inklusive Coverversionen von The Whos „Join Together“ und Creedence Clearwater Revivals Klassiker „Fortunate Son“) als Singleauskopplung herhalten könnte. Zeitlos, stilsicher, cool und ein must have im Sommer 2016. (Chris Franzkowiak)
5 von 5 guitar-Gs


drama deluxe

Meat Loaf
Braver Than We Are


Im Spätherbst ihrer Karriere ziehen Michael Lee Aday und sein Producer Jim Steinman noch mal richtig vom Leder. Die Werkschau von Steinmans Kompositionskünsten ist ein dramatischer Parforce-Ritt durch diverse Stilarten. Neben neuem Stoff mit grandiosen Hooks, die den Nummern von Bat Out of Hell das Wasser reichen können, lässt Steinman seine Zeit als Songwriter der Sister of Mercy mit einem locker verquirlten Arrangement des 80er-Krachers „More“ Revue passieren. Hitverdächtig. (Matthias Breusch)
5 von 5 guitar-Gs




rednecks mit mojo

The Cadillac Three
Bury Me in My Boots


Nach dem Knallerdebüt wie Tennessee Mojo stand das Trio aus Nashville „etwas“ unter Zugzwang, um an die perfekte Mischung aus Southern-Rock und Modern Country anzuknüpfen. Bury Me in My Boots liefert eine der feinsten Songwriting-, Arrangement- und Instrumentaldarbietungen 2016. Egal ob rockig mit viel attitude, respektvoll traditionell oder mit Chris Isaak‘scher Coolness in „Buzzin‘“: $$Bury Me in My Boots“ ist jetzt schon ein heißer Anwärter auf den Titel „Abwechslungsreichste Scheibe des Jahres“. (Chris Franzkowiak)
4,5 von 5 guitar-Gs




jungmetall

Unlocking The Truth
Chaos


Drei afro-amerikanische Jungs aus Brooklyn, die, statt sich in R&B-Gefilden auszutoben, eine richtig krasse Metalkeule schwingen. Chaos rangiert irgendwo zwischen klassischem Thrash und Modern Metal und ist im Anbetracht des Altersdurchschnitts von gerade mal 15 Jahren eine Meisterleistung geworden. Dass die drei nur aus Liebe zur Musik diese Scheibe veröffentlichen, unterstreicht der Fakt, dass sie einen mit $1.800.000 dotierten Plattenvertrag mit Sony im vergangenen Jahr annullierten. (Chris Franzkowiak)
4 von 5 guitar-Gs




kompakt-prog

Periphery
Periphery III Select Difficulty


Nach dem Doppelalbum Juggernaut von 2015 kommen die komplexen Periphery-Kompositionen noch vielschichtiger und tighter, die Melodien haben noch mehr Ohrwurm- und Gänsehautpotential als Kracher wie „Scarlet“. Die drei Gitarristen zimmern fette Riffwände und wunderschöne Klanglandschaften. Einen sehr guten Querschnitt der unzähligen Band-Facetten bietet „The Way The News Goes“, und Soli zum Niederknieen liefern der Opener und „Absolomb“. (Eric Vandenberg)
4,5 von 5 guitar-Gs




klassischer rock

Heart
Beautiful Broken


Ann und Nancy Wilsons Musik besticht auch auf Album Nummer 16 (!) durch einen zeitlosen Rock-Charme. Mit James Hetfield konnten sich die beiden Schwestern prominente Unterstützung für den Titeltrack ins Studio holen. In den extrem starken Neuinterpretationen „Heaven“, „Sand“, „Johnny Moon“, „Sweet Darling“, „Down on Me“ und „Language of Love“, die seinerzeit dem Produktionswahn der 80er zum Opfer fielen, lehnt man sich nun wohlig an die Classic-Rock-Glanztaten der 70er an. (Marcel Theneé)
5 von 5 guitar-Gs




todesblei-sssräsch-i-pie

Pequod
False Divinity


Lauscht man den finsteren Riffs dieser 4-Track-EP, wird schnell klar, dass hier Death und Thrash gleichermaßen Programm sind. Beim Titelsong wechseln sich Thrash-Peitschenhieb-Riffs mit den episch-brutalen Monolithen der beiden Saiten-Wemmser Daniel Kirstein und Jens Burbaß ab. Hier wurde viel Liebe ins Detail der Ampsounds gesteckt. Riffs wie in „Flaying Demon“ oder „Maicious Joy“ hätten Testament gerne auf ihrem letzten Album gehabt. Produktion und Mix sind beängstigend geil! (Marcel Theneé)
5 von 5 guitar-Gs




atlantis-rock

Blues Pills
Lady In Gold


Das Debüt des Vierers fand mit seinem Classic-Bluesrock sofort ein großes Publikum. Nun zeigt die charismatische Sängerin Elin Larrson, dass sie nicht nur Aretha Franklin und Etta James verehrt, sondern auch die deutsche Krautrock-Ikone Inga Rumpf und deren Bands Frumpy und Atlantis. Zur warmen Hammondorgel spielt Gitarrist Dorian Sorriaux meist Rhythmusgitarre und darf gelegentlich das Wahwah-Pedal von der Kette lassen. Alle zehn Songs besitzen eine verblüffende musikalische Reife. (Henning Richter)
5 von 5 guitar-Gs




cathedral metal

Evergrey
The Storm Within


Satt produzierte Feinkost für Kenner und Entdecker: Selbst in einem überfüllten Genre wie dem melodischen Power Metal sind die Schweden seit jeher unverkennbar – dank des einmaligen kompositorischen Fingerabdrucks von Mastermind Tom S. Englund und seinen kathedralenartigen Melodiebauwerken. Auch das zehnte Studiowerk ist gespickt mit griffigen Tracks, schrundigen Riffs und brillanten Leads. Anspieltipps: „In Orbit“, „My Allied Ocean“ und der Slow-Song „The Impossible“. (Matthias Breusch)
4 von 5 guitar-Gs




alles beim alten

Blackfoot
Southern Native


Blackfoot gehen 2016 mit einer komplett neuen Besetzung an den Start. Gitarrenlegende und Ex-Frontmann Rickey Medlocke konzentriert sich mittlerweile auf die Produktion und spielt nur noch ab und an mal eine Gitarrenspur ein. Das Ergebnis ist dennoch äußerst geschmackvoll: Ihr Hardrock mit Southern-Rock-Einflüssen sorgt für ein energiegeladenes Album mit abwechslungsreichen Songs: vom Songwriting her old school, dafür in hochmodernem Sound. (Wolrad Wolff)
4,5 von 5 guitar-Gs

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