Die Alben des Oktobers: Die Lieblingsplatten der Redaktion

 

Damit ihr künftig nichts mehr in Sachen geiler neuer Mucke verpasst, präsentieren wir euch an dieser Stelle die Top 6 der Platten die im letzten Monat unsere Redaktions-Hallen erreichten. Den Anfang machen diesen Monat Airbourne, Doyle Bramhal II., Stoppok und manche mehr.

 

 

 

 


PLATTEN DES MONATS

Airbourne
Breakin' Outta Hell


Trocken, räudig und unglaublich sexy – Airbournes viertes Album hebt den australischen Hardrock auf ein neues Niveau. Der Groove regiert, auch wenn die Mehrzahl der Songs flotter geworden sind. Dabei ist vieles noch etwas zackiger, gar metallischer geworden. Falls die Vergleiche mit AC/DC helfen sollten: Das hier ist mehr For Those About to Rock als Dirty Deeds. Echte Röhren, Gibsons, amüsante Texte, und dann noch vor dem Beat spielen. Keiner hat das derzeit besser drauf als Airbourne, und Ausnahmestücke gibt es obendrein. „Rivalry“ ist ein Groovemonster, „Thin the Blood“ ein Highspeed-Boogie, „I’m Going to Hell for This“ ein Midtempo-Rocker – es gibt schlicht kein Füllmaterial. Diese Platte muss man einfach durchhören und sich dann die Zähne daran ausbeißen, die nur vermeintlich simplen Riffs so ganz genau neben dem Takt und mit dem richtigen Sound nachzuspielen. (Nico Ernst)
5 von 5 guitar-Gs

 

 

 

 


 

Doyle Bramhall II.
Rich Man


Weit gereist ist der Texaner, bekannt von den Fabulous Thunderbirds, Arc Angels und der Tourband von Eric Clapton. So hat Doyle seine einzigartige Mischung aus staubtrockenem Texas-Blues, lässigem Soul und brennend heißem Psychedelic inzwischen um eine erlesene Auswahl an Elementen der World-Music erweitert. Dies ergibt ein aufregendes Klangerlebnis, das durch Bramhalls groovig gehauchten Gesang und sein markantes Gitarrenspiel immer den roten Faden behält. Ein Meisterstück, wenn auch sicherlich kein Mainstream und wie auch schon im Zusammenspiel mit Clapton immer gerne etwas polarisierend. Anspieltipps sind das Duett „New Faith“ mit Norah Jones, der Titeltrack „Rich Man“ und für Fuzz-Fans unbedingt „Hands Up“, wobei die experimentelleren Nummern bei jedem Durchlauf besser gefallen. (Philipp Opitz)
5 von 5 guitar-Gs

 

 

 



freie tonentfaltung

Stoppok
Operation 17


Dass die neuen Lieder entspannter, luftiger wirken, mag daran liegen, dass sich Stoppok bei den Aufnahmen so sehr über den schönen Sound seiner Band gefreut hat – und deshalb nach eigenen Aussagen weniger spielte. Denn Operation 17 klingt noch ein wenig offener, noch mehr live als früher. Die Kompositionen atmen und fließen, plätschern zum Teil allerdings auch nur. Mancher coole Groove versteckt sich, macht aber Freude beim Entdecken. Natürlich lässt sich der Mann in den elf Songs irgendwo zwischen Folk und Rock in gewohnt feinsinnigen Texten zur Welt und menschlichen Befindlichkeiten aus, mit Blick fürs Schöne und Spott für den Unsinn drumherum. Damit reiht sich die Scheibe in den Stoppok-Kosmos ein, eine logische, etwas reduzierte Weiterentwicklung des Vorgängers Popschutz, der in derselben Besetzung eingespielt wurde. (Christof Leim)
4 von 5 guitar-Gs



 


weniger ist mehr

Imperial State Electric
All Through the Night


13 Monate liegen zwischen den Imperial State Electric Alben Honk Machine und All Through the Night. Nicke Andersson und seine Jungs beweisen, dass man nicht viel Zeit für eine gute Scheibe braucht. Das neue Album ist wieder eine Mischung aus allen verschiedenen Spielarten des Classic-Rock. Als goldener Faden zieht sich vor allem hohe Qualität durch das Werk: spiel- und kompositionstechnisch sowie in der Produktion. (Bolle Selke)
4,5 von 5 guitar-Gs


 

 

 

 



frischzellenkur

The Mission
Another Fall from Grace


Das stilistisch umfangreichste Album von The Mission vereint Vergangenheit, Gegenwart und die etwaige Zukunft der Band auf einem Silberling. Irgendwo angesiedelt zwischen den legendären Debüts der Sisters of Mercy (First and Last and Always) und The Mission (God’s Own Medicine), offeriert die 1986 gründete Band, verwoben mit frischen Gitarrensounds aus der Zwölfsaitigen von Wayne Hussey, das zeitloseste Werk ihrer Karriere. (Chris Franzkowiak)
5 von 5 guitar-Gs


 

 

 

 



proggus genius

Devin Townsend Project
Transcendence


Ist er ein Genie oder bloß ein talentiert-sympathischer Freak? Die musikalischen Meinungen über den Kanadier gehen nach wie vor auseinander, auch wenn er (wie mit dem Ziltoid-Zyklus) immer mehr Anhänger um sich scharen kann. Natürlich sind auch seine aktuellen Songs wie der Opener „Truth“ oder das tolle „Secret Sciences“ noch weit von etablierten Hörgewohnheiten entfernt. Aber genau das macht die Sache so interessant, mutig und einzigartig. Bravo! (Tom Küppers)
4,5 von 5 guitar-Gs




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