Special: 200 Dinge, die man als Gitarrist vor der Zombie-Apokalypse getan haben muss ...

 

Glaubt man der aktuellen Popkultur, ist die menschliche Zivilisation dem Untergang geweiht. Mit dem Gitarrespielen ist es nicht mehr weit her, wenn die Toten auf der Erde wandeln. Anlässlich unserer 200. Ausgabe haben wir euch daher eine Checklist von 200 Dingen zusammengestellt, die ihr vor dem unvermeidlichen Untergang unbedingt getan haben solltet – direkt zum Abhaken.

Hier findet ihr eine Auswahl aus unserer Liste:



10. Einen eigenen Song schreiben, vorzugsweise mit drei bis vier Akkorden, einer eingängigen Melodie und einem wahlweise schnulzigen oder anstößigen Text. Um sich in die richtige kreative Stimmung zu bringen, haben sich diverse Musiker unvernünftigerweise immer wieder an verschiedenen Flüssigkeiten oder Substanzen versucht.




20. „Stairway to Heaven“ im Gitarrenladen spielen und des Hauses verwiesen werden. Sich über die inoffizielle „schwarze Liste“ mit verbotenen Songs hinwegzusetzen, die nicht wenige Gitarrenläden führen, kann zu spontanen Preiserhöhungen oder Hausverboten führen.



30. Den P-90 als besten Pickup der Welt bezeichnen. Das ist weder vermessen noch in irgendeiner Weise ignorant – es ist richtig. Kein anderer Tonabnehmer liefert derart saftige Mitten mit knurrigen Höhen und knackigen Bässen. Was will man denn mehr? Eben …


40. Einen 100-Watt-Marshall-Plexi voll aufgerissen spielen – ohne nachträglich eingebautes Mastervolume. Am besten stellt ihr euch zunächst hinter den Amp und traut euch nur langsam vor die Lautsprecher. Und keine Angst vor wütenden Nachbarn – das Sturmklingeln hört ihr eh nicht mehr.


50. Die Gitarre mit Schwung nach hinten über die Schulter schleudern, um sie vorne wieder aufzufangen – ein Manöver auch bekannt als „der 360“. Wir empfehlen gerade für die ersten Versuche ein preiswertes Modell. Pro-Tipp: Gurte ohne Security-Locks sind gänzlich ungeeignet.




60. Auf der Bühne eine halbvolle Bierflasche als Slide benutzen (und damit „Nice Boys“ von Rose Tattoo anstimmen – egal, was der Rest der Band spielt)






70. Eurer Lieblingsgitarre einen Namen geben: Von Antonia bis Zoe sind euch keine Grenzen gesetzt. Nur Paula geht nicht – davon gibt’s schon zu viele! Und damit dem Gender-Bohei Genüge getan wird: Selbstverständlich dürfen’s auch männliche Namen sein.




80. Zwei Klon Centaur miteinander vergleichen – also den Klon Centaur Gold Horsie und die Silver-Color-Version. Gebaut wurde der legendäre Klon zwischen 1994 und 2009. Es existieren weltweit circa 8.000 Stück. Der ursprüngliche Herstellerpreis von Erfinder und Bauer Bill Finnegan betrug 229 Dollar, mittlerweile muss man für einen Klon zwischen 1.500 und 5.000 Dollar auf Online-Vintage-Seiten und Ebay berappen.



90. Ein Pedalboard aufbauen. Oder auch zwei. Und sobald’s endlich fertig ist, teilweise wieder abbauen, umbauen, ganz neu damit anfangen. (Wer wissen will, wie’s geht, möge in unserem Sonderheft Effektpedale nachschlagen)



100. Spinal Tap anschauen. Und ein kleines Stonehenge aus Pappmaché nachbauen. Und zur Weiterbildung anschließend The Rutles, Almost Famous, It Might Get Loud und High Fidelity anschauen. Und danach eine Fünfpunkteliste zu den besten Musikfilmen aller Zeiten anlegen.














110.
Eine Gibson Les Paul aus den ’50ern über einen Trainwreck-Amp spielen. Über die Legende der ’59er Burst braucht man nicht mehr viele Wort zu verlieren, außer vielleicht, dass man eine anspielen sollte, sobald man sie in die Finger bekommt. Der Trainwreck von Erbauer Ken Fisher gilt unter Tonfetischisten als die heilige Tonkuh. Gebaut wurden von Fisher bis Ende der Achtziger von seinem beliebtesten Modell, dem Trainwreck Express, nur etwa 100 Stück. Der Sound des Trainwreck gilt speziell mit einer ’59er Les Paul als unschlagbar traumhaft und vielseitig in Sachen Zerre und Dynamik.

120. Den Satz „Ich hör’ mich nicht!“ äußern. Dazu passend gibt es übrigens die Mischeraufforderung „Geht das auch leiser?“ sowie eure folgende Totschlagantwort: „Ist es zu leise, bist du zu alt.“





















130.
Sich mit Modes auseinandersetzen, verzweifeln, doch wieder Pentatonik spielen. Alternative für Hochbegabte: sich mit Modes auseinandersetzen, kapieren, Feierabend – ist aber eher unwahrscheinlich.








140.
Eine original Fender Strat aus dem Jahr 1963 mit einer Masterbuilt-Replica vergleichen, die an dieselbe Zeit angelehnt ist. Leo Fenders Strats gelten besonders bis zum Jahre 1964 (also vor dem Verkauf an CBS) als äußerst begehrt, weil Leo damals noch selbst für Qualität und Sound-Anspruch sorgte. Spannend ist es, heute zu schauen, wie der Custom-Shop und seine großartigen Masterbuilder sich der Repliken dieser schönen Instrumente annehmen – und natürlich, welche denn jetzt besser klingt.













150.
Mit einem 100-Watt-Top alleine gegen ein Sinfonieorchester anspielen. Denn wie hat es schon Spidey-Onkel Ben gesagt: „Aus großer Macht folgt große Verantwortung.“ Man sitzt als E-Gitarrist im Orchester – zugegebenermaßen eine recht seltene Angelegenheit, kann aber durchaus vorkommen – und denkt sich: „Wenn ich wollte, könnte ich jetzt lauter sein als alle anderen zusammen!“





160. Damit anfangen, das Solo von „Free Bird“ zu lernen, dann aufgeben und wieder improvisieren.






170.
Der Dame des Herzens ein Liebes- oder Trinklied widmen. Im Idealfall habt ihr das Stück dann auch noch aufgenommen, auf CD gepresst und hergeschenkt, so dass sich nach der Trennung die halbe Stadt an eurer Scham ergötzen kann.














180.
Zwei Tube Screamer hintereinander schalten … oder auch drei! Adrian Smith und Dave Murray von Iron Maiden machen es, warum also nicht auch ihr? Einfach mal unterschiedlich einstellen und schauen, was passiert.










190. Kapieren, warum jeder von Hendrix schwärmt. Selbst Dennis Hormes (im Workshop ab Seite 78) war Hendrix am Anfang zu freakig. Ein bisschen muss man wohl schon gespielt haben, bevor sich Jimis Genialität einem erschließt.








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Die komplette Liste, sowie 10 Dinge für die Zeit nach dem Ausbruch der Zombie-Seuche findet ihr in guitar 1/17 – direkt hier bestellen!

Photos: Getty Images

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