Onlinenews - guitar-Magazin https://guitar.de/ Fri, 16 Apr 2021 23:57:23 +0200 Joomla! - Open Source Content Management de-de Neue Modelle bei Fender https://guitar.de/lesen/news/neue-modelle-bei-fender https://guitar.de/lesen/news/neue-modelle-bei-fender

Fender veröffentlichen mit der Contemporary-Serie von Squier sowie den neuen '68-Custom-Verstärkern neue Modelle.

Fender erweitern die Einsteiger-Klasse Squier um die Contemporary-Serie, bei der bekannte Fender-Designs auf eine moderne Weise neu entworfen werden. So enthalten die Modelle die neuen SQR-Tonabnehmer, geröstete Ahorn-Hälse, Matching-Headstocks, bessere Halsübergänge und je nach Modell Floyd-Rose-Tremolos, Coil-Tapping und unterschiedliche Pickup-Kombinationen. Die Squier-Contemporary-Modelle sind als Stratocaster-Special (429 Euro), Stratocaster Special HT (429 Euro), Stratocaster HH FR (429 Euro), Telecaster RH (429 Euro) und Jaguar HH ST (429 Euro) ab April erhältlich.

Bei den Verstärkern erweitert Fender die 68-Custom-Serie. So orientiert sich der ’68 Custom Pro Reverb (1.499 Euro) am 40-Watt-Vorbild und reduziert diesen auf einen Kanal sowie einen 12-Zoll-Speaker und bekommt einen Mitten-Regler spendiert – um ihn so transportabler und flexibler zu machen.

Der ‚’68 Custom Vibro Champ Reverb (899 Euro) basiert auf dem Vibro Champ und rüstet den Klassiker mit einem Hall-Reverb sowie einem größeren 10-Zoll-Speaker aus.

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Haupteintrag News & Aktuelles Lesen Fri, 16 Apr 2021 13:06:54 +0200
L.R. Baggs Voice Print DI https://guitar.de/lesen/news/l-r-baggs-voice-print-di https://guitar.de/lesen/news/l-r-baggs-voice-print-di

L.R. Baggs veröffentlichen mit dem Voice Print DI ein Pedal, dass die eigenentwickelte Voiceprint-Technologie zusammen mit der gängigen Impulse-Response-Technik nutzt, um laut Hersteller ein natürliches Klangbild von Akustikgitarren zu erzeugen.

Dies geschieht zusammen mit der App „AcousticLive“, die von L.R. Baggs entworfen wurde und mit der man den digitalen Fingerabdruck seiner Akustikgitarre erzeugen kann.

Der Voiceprint DI ist für 499,00 Euro erhältlich.

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Haupteintrag News & Aktuelles Lesen Fri, 16 Apr 2021 12:58:04 +0200
Ibanez John Scofield 20th Anniversary Signature Model https://guitar.de/lesen/news/ibanez-john-scofield-20th-anniversary-signature-model https://guitar.de/lesen/news/ibanez-john-scofield-20th-anniversary-signature-model

Ibanez veröffentlichen zum 20-jährigen Jubiläum der JSM-Signature von Jazz-Meister John Scofield die neue JSM20TH-BK. Der Hals der Jubiläums-Edition ist aus afrikanischem Mahagoni gefertigt, auf den ein Ebenholz-Griffbrett aufgeleimt wurde.

Für eine bessere Bespielbarkeit besitzt das Griffbrett einen Compund-Radius. Der Satten ist zur Hälfte aus Knochen und zur anderen Hälfte aus Messing gefertigt.

Die Saiten werden von zwei Ladybug-John-Scofield-Custom-Tonabnehmer abgenommen, bei der Hardware greifen Ibanez auf einen Gotoh 510 BN Steg sowie einen Gotoh GE101A Saitenhalter zurück.

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Haupteintrag News & Aktuelles Lesen Fri, 16 Apr 2021 12:53:50 +0200
Release: TOTO – With A Little Help From My Friends https://guitar.de/lesen/news/release-toto-with-a-little-help-from-my-friends https://guitar.de/lesen/news/release-toto-with-a-little-help-from-my-friends

Am 25. Juni veröffentlichen TOTO die Aufzeichnung ihres Streaming-Konzerts vom 21.11.2020, das als LP, CD/DVD und CD/Blue-Ray erhältlich sein wird. Dabei präsentiert sich TOTO auch im neuen Lineup um Steve Lukather, Joseph Williams und David Paich. Vorab haben TOTO auch bereits die Performance von „Till The End“ veröffentlicht.

Für 2022 ist zudem die „The Dogz of OZ World Tour 2022“ geplant mit folgenden Stationen im deutschsprachigen Raum:

14. Juli             Bonn - KunstRasen

16. Juli             Halle -   Freilichtbühne Peißnitz

19. Juli             CH-Pratteln -     Z-7 Summer Nights

20. Juli             Tüßling - Schlosspark

28. Juli             Schwetzingen - Schlossgarten

29. Juli             A-Graz  - Messe Graz Open Air

 

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Haupteintrag News & Aktuelles Lesen Fri, 16 Apr 2021 12:44:38 +0200
Gratis-Downloads bei KEYS https://guitar.de/lesen/news/gratis-downloads-bei-keys https://guitar.de/lesen/news/gratis-downloads-bei-keys

Auf der KEYS-Website findet ihr ab sofort kostenlose Downloads wie Plug-ins und Samples. Den Anfang macht das Synthesizer-Plug-in Noizefield Warrior KEYS-Edition für Windows. Diese exklusive Version umfasst mehr Presets als die Original-Software. Der Noizefied Warrior ist ein fetter Synthesizer mit rauen, ungeschliffenen Klängen für Dubstep, Drum and Bass, Hardstyle, Rawstyle, Techno, Industrial und weitere Genres der elektronischen Musik. Schaut immer wieder in der Download-Sektion vorbei – sie wird ständig erweitert. Das Plug-In der Noizefield Warrior KEYS-Edition ist nur für Windows kompatibel.

Neben den Gratis-Downloads stehen für KEYS-Leser die Inhalte der Heft-DVDs ebenfalls zum Download bereit – darunter Tutorial-Videos, Audiobeispiele, Samples und Software, die für MacOs und Windows kompatibel sind.

Alle KEYS-Downloads findet ihr unter:

www.keys.de/downloads

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Haupteintrag News & Aktuelles Lesen Thu, 15 Apr 2021 11:05:44 +0200
John Carpenter - Lost Themes III: Alive After Death https://guitar.de/lesen/news/john-carpenter-lost-themes-iii-alive-after-death https://guitar.de/lesen/news/john-carpenter-lost-themes-iii-alive-after-death

Der Soundtrack im Kopf

Mit Lost Themes III veröffentlicht Regisseur und Komponist John Carpenter nach fünf Jahren den dritten Teil seiner Lost-Themes-Saga, mit der er bewusst „Soundtracks für Filme in seinem Kopf“ komponiert. 

Filme wie Die Klapperschlange, Halloween oder das Ding aus einer anderen Welt sind gerade wegen ihrer bedrohlichen Synthesizer-Soundtracks bis heute noch fester Bestandteil der modernen Popkultur. Carpenter beherrscht auch auf Lost Themes III noch hervorragend sein Handwerk und hat Spaß daran, Klangwelten in die Köpfe seines Publikums zu projizieren. Geschickt setzt er dabei auch elektrische Gitarren ein, die in Kombination mit den unheilvollen Synthesizern einen unwiderstehlichen Klangteppich weben, der immer wieder zum Abtauchen in seine musikalischen Visionen einlädt – wer auf der Suche nach Inspiration ist, wird hier sicherlich fündig.

Wir vergeben volle Punktzahl: 5 von 5 guitar-Gs!

Oliver Strosetzki

(Sacred Bones / Cargo)

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Haupteintrag News & Aktuelles Lesen Wed, 14 Apr 2021 13:25:25 +0200
PJD Woodford Standard https://guitar.de/lesen/news/pjd-woodford-standard https://guitar.de/lesen/news/pjd-woodford-standard

Mit dem Modell Woodford Standard präsentiert das britische Unternehmen PJD Guitars eine Custom-Gitarre, die bereits für 1190 Euro erhältlich ist.

Die Woodford Standard ist wahlweise in HSS- oder SSS-Bestückung mit Bare-Knuckle-Pickup ausgestattet. Der Hals ist aus geröstetem Ahorn gefertigt. Auf der Homepage von PJD Guitars sind Händler für den deutschsprachigen Raum aufgelistet, man kann sein Wunschinstrument auch über den Webshop bestellen. Die Lieferzeit beträgt laut PJD Guitars etwa vier bis sechs Wochen.

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Haupteintrag News & Aktuelles Lesen Tue, 13 Apr 2021 14:48:42 +0200
Ukulele Fitness - Ukulele richtig spielen https://guitar.de/lesen/news/ukulele-fitness-ukulele-richtig-spielen https://guitar.de/lesen/news/ukulele-fitness-ukulele-richtig-spielen

Spaß und Technik sind keine Gegensätze! Mit dem Buch Ukulele Fitness lernt man nicht nur die Basics zum Thema Ukulele, sondern bekommt man jede Menge Anleitungen, Tipps und Workouts, mit denen man stilistisch ungebunden an der eigenen Technik arbeiten und die eigenen Fähigkeiten als Instrumentalist verbessern kann. Dabei stehen nicht nur üben und lernen im Vordergrund, sondern auch ausprobieren und rumklampfen – kurz: einfach kreativ sein.

Ukulele Fitness ist anspruchsvoll, aber für niemanden zu schwer. Das Buch hilft, die Ukulele optimal einzusetzen und dabei immer Anschlag und Greiftechnik zu überprüfen und zu verbessern. 5 bis 10 Minuten tägliches Üben genügen, um spürbare Fortschritte zu machen.

Geeignet für Anfänger, die dieses Instrument zumindest relativ sicher von einer Gitarre unterscheiden können, aber auch für fortgeschrittene Ukulele-Spieler, die an Technik, Timing und Ausdruck arbeiten und sich musikalisch einfach verbessern wollen.

Der Autor Iso Herquist ist Däne, erfolgreicher Sänger, Entertainer und Ukulelen- Virtuose. Bekannt ist er für seine spontane, mitreißende Art, sein breites musikalisches Repertoire und sein Improvisationstalent.

3. Auflage 2021
Mit CD
PPVMEDIEN, 96 Seiten, 24,95 €
ISBN 978-3-95512-095-5

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Haupteintrag News & Aktuelles Lesen Fri, 09 Apr 2021 12:21:04 +0200
Fender Mustang Micro https://guitar.de/lesen/news/fender-mustang-micro https://guitar.de/lesen/news/fender-mustang-micro

Fender veröffentliche mit dem Mustang Micro einen tragbaren Gitarrenverstärker, der direkt an die Gitarren angeschlossen und über Kopfhörer gespielt werden kann. Der Mustang Micro verfügt über Soundoptionen von Clean bis Metal und kann per USB geladen werden. Wer zu Songs mitjammen möchte, kann diese über den eingebauten Bluetooth-Empfänger problemlos streamen und dabei ohne Latenz in die Saiten greifen. Der Mustang Micro ist ab sofort für 99,99 Euro erhältlich.

www.fender.com

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Haupteintrag News & Aktuelles Lesen Thu, 08 Apr 2021 15:44:04 +0200
Jetzt erhältlich: D’ADDARIO XS https://guitar.de/lesen/news/jetzt-erhaeltlich-d-addario-xs https://guitar.de/lesen/news/jetzt-erhaeltlich-d-addario-xs

Der traditionelle Saitenhersteller D’Addario präsentiert die neuen Saiten XS, die laut Hersteller ein hohes Maß an Reißfestigkeit und Stimmstabilität aufweisen und weiterhin den firmeneigenen Klang beibehalten.

Um dies zu erreichen hat das Team unter Chief Innovation Officer Jim D’Addario die bereits angewandten Herstellungsverfahren des High-Carbon Kerns für umwickelte Saiten und Fusion Twist-Technologie für Plain Steel Saiten miteinander verknüpft. Dabei nutzen die XS-Saiten eine mikroskopisch feine Filmbeschichtung, die laut Hersteller nur 1/10 der dicke eines menschlichen Haares entspricht, um die umwickelten Saiten umfassend vor Korrosion zu schützen, ohne Einfluss auf den Klang zu haben.

Die XS-Saiten sind ab sofort in Phosphor-Bronze für Akustikgitarre, Mandoline und 12-Saitige Akustikgitarre ab 22,90 Euro erhältlich.

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Haupteintrag News & Aktuelles Lesen Thu, 08 Apr 2021 11:45:11 +0200
Schorndorfer Gitarrentage 2021 abgesagt https://guitar.de/lesen/news/schorndorfer-gitarrentage-2021-abgesagt https://guitar.de/lesen/news/schorndorfer-gitarrentage-2021-abgesagt

Aufgrund der aktuellen Entwicklung der Pandemie hat das Kulturforum Schorndorf entschlossen, die 24. Schorndorfer Gitarrentage, die ursprünglich vom 11. bis 16. Mai mit angepasstem Festivalkonzept geplant waren, abzusagen. Die Workshopteilnehmenden wurden laut Veranstalter bereits per Mail informiert.

Das Kulturforum ist bei Fragen unter post@kulturforum-schorndorf.de und telefonisch innerhalb der Öffnungszeiten der Geschäftsstelle (07181-9927940) erreichbar.

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Haupteintrag News & Aktuelles Lesen Wed, 07 Apr 2021 14:43:33 +0200
Neue Single: Gus G - Exosphere https://guitar.de/lesen/news/gus-g-exosphere https://guitar.de/lesen/news/gus-g-exosphere

Der ehemalige Ozzy Osbourne veröffentlicht mit dem Song „Exosphere“ seine neueste Single. Als besonderes Schmankerl kann man zudem noch einen Backing Track inklusive Tabs in Form einer Guitar-Pro- und PDF-Datei kaufen, um so den Song an der Gitarre zu begleiten und mitzurocken.

Passend zum Release der Single gibt es auch das entsprechende Musikvideo.

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Haupteintrag News & Aktuelles Lesen Tue, 06 Apr 2021 13:55:25 +0200
Fender Artist Signature Series: Joe Strummer Campfire & Joe Strummer Esquire https://guitar.de/?view=article&id=463:fender-artist-signature-series-joe-strummer-campfire-joe-strummer-esquire&catid=9 https://guitar.de/?view=article&id=463:fender-artist-signature-series-joe-strummer-campfire-joe-strummer-esquire&catid=9

Fender zollen mit der Joe Strummer Campfire und Joe Strummer Esquire Joe Strummer von The Clash ihren Tribut.

Die Joe Strummer Campfire ist laut Fender von den Lagerfeuern inspiriert, für die er auf dem Glastonbury-Festival mitverantwortlich war. Die Decke ist aus massiver Fichte gefertigt, die Zagen und der Boden sind aus Mahagoni. Mit Hardware aus Nickel, Sternen-Inlays und dem matt-schwarzen Finish soll die Ästhetik von Joe Strummer entsprechend gewürdigt werden. Die Joe Strummer Campfire ist für 499 Euro erhältlich.

Die Joe Strummer Esquire ist an die Fender Esquire angelehnt, mit der Joe Strummer die legendären Alben London Calling und Combat Rock eingespielt hat. Die Von Master-Builder Jason Smith gefertigte Esquire besitzt wie das Original den schwarzen Racing-Streifen, den „Bourbon Street“-Aufkleber sowie ein Custom-Relic-Finish. Die Joe Strummer Esquire ist weltweit auf 70 Gitarren limitiert und ist für 15.799 Euro erhältlich.

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Haupteintrag Lesen Wed, 31 Mar 2021 14:40:34 +0200
Gibson Slim Harpo “Lovell” ES-330 https://guitar.de/lesen/news/gibson-slim-harpo-lovell-es-330 https://guitar.de/lesen/news/gibson-slim-harpo-lovell-es-330

Gibson veröffentlichen mit der Slim Harpo “Lovell” ES-330 ein exklusives Signature-Modell, das dem amerikanischen Blues-Musiker Slim Harpo gewidmet ist.

Die Gibson ES-330 in Vintage Sunset Burst wird in Nashville, Tennessee von Hand gefertigt. Die dreilagige Decke besitzt ist aus Ahorn/Poplar (Whitewood Holz)/Ahorn, der Boden und die Zargen sind aus Fichte gefertigt. Auf den Mahagoni-Hals ist ein Palisander-Griffbrett mit Block-Inlays aufgeleimt. Bei der Hardware greift Gibson auf Vintage Deluxe Tuners, eine ABR-1 Brücke sowie Dogear-P-90-Tonabnehmer zurück.  Auf der Rückseite ist das „Lovell“-Logo angebracht, das Slim Harpos Ehefrau und Managerin Lovell Moore gewidmet ist, die zudem auch viele seiner Songs mitgeschrieben hat.

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Haupteintrag News & Aktuelles Lesen Wed, 31 Mar 2021 12:14:11 +0200
RockHard-Festival auf 2022 verlegt https://guitar.de/lesen/news/rockhard-festival-auf-2022-verlegt https://guitar.de/lesen/news/rockhard-festival-auf-2022-verlegt

Aufgrund der aktuellen Situation wird das RockHard-Festival 2021 auf den 3. bis 5. Juni 2022 verlegt.

Laut Veranstalter sollen so viele Künstler und Künstlerinnen wie möglich überzeugt werden, den Termin für 2022 wahrzunehmen um so das Lineup von 2020/2021 so gut es geht beizubehalten. Die Karten von 2020/2021 behalten weiterhin ihre Gültigkeit – bei Bedarf kann der Geldbetrag auch erstattet werden. Das Formula dazu findet ihr im Shop-Bereich der Homepage:
https://shop.rockhard.de/media/wysiwyg/pdf/PDF_Rueckerstattung_RHF20_21.pdf

Wir halten euch weiterhin auf dem Laufenden.

 

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Haupteintrag News & Aktuelles Lesen Mon, 29 Mar 2021 15:34:40 +0200
guitar-Podcaster, Folge 31: Jen Majura (Evanescence) - "Inspiration kann von überall kommen" https://guitar.de/podcasts/guitar-podcaster-folge-31-jen-majura-evanescence-inspiration-kann-von-ueberall-kommen https://guitar.de/podcasts/guitar-podcaster-folge-31-jen-majura-evanescence-inspiration-kann-von-ueberall-kommen

Die Kult-Alternative-Rock-Band Evanescence veröffentlicht mit The Bitter Truth ein Album, das unter dem Eindruck der Pandemie und einer sich im Wandel befindenden Welt entstand. guitar hat mit der deutschen Gitarristin Jen Majura über den Entstehungsprozess, die Hintergründe und das typische "Evanescence-Brett" gesprochen.

Das Interview mit Jen Majura könnt ihr außerdem in guitar 4/21 nachlesen:
​https://ppvmedien.de/Guitar-04-2021-Printausgabe-oder-E-Paper

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Haupteintrag Podcast Fri, 26 Mar 2021 09:34:39 +0100
Ryan Adams – Wednesdays (Rezension) https://guitar.de/lesen/news/ryan-adams-wednesdays-rezension https://guitar.de/lesen/news/ryan-adams-wednesdays-rezension

Ryan Adams – Wednesdays
(Pax Americana / Rough Trade)

Digital gibt es dieses relaxte Akustikalbum von Adams schon seit Dezember 2020. Dieser Tage erscheint es nun auch auf CD und Vinyl.

Zu hören sind gleichermaßen intime wie sehr persönliche Songs („Poison & Pain“), die ihre Geschichten mit Tiefe erzählen („Birmingham“). Dieses Album markiert laut Adams das erste einer Trilogie. Spannend ist daran, dass Ryan den Instrumenten-Fokus vornehmlich auf seine Akustikgitarre im Zusammenspiel mit dem Klavier legt.

Hier wirkt nichts konstruiert. Adams Lieder funktionieren, weil er ihren Geschichten mit seiner Gitarre und dem Piano eine Zeitlosigkeit verleiht, die heutzutage selten geworden ist. Durch sein besonderes Talent für kleine wie große Songs eröffnet sich dem Hörer hier ein Album mit einer sehr langen Halbwertzeit. 

Wir vergeben volle Punktzahl: 5 von 5 guitar-Gs!

Marcel Thenée

 

 

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Haupteintrag News & Aktuelles Lesen Tue, 23 Mar 2021 11:34:44 +0100
„Wie würde es Leslie spielen?“ – Workshop mit Jared James Nichols https://guitar.de/lesen/workshops/wie-wuerde-es-leslie-spielen-workshop-mit-jared-james-nichols https://guitar.de/lesen/workshops/wie-wuerde-es-leslie-spielen-workshop-mit-jared-james-nichols

Nach dem Tod von Mountain-Gründer und -Frontmann Leslie West im Dezember 2020 ist es an der Zeit, sich von diesem Hardrock-Urgestein der ersten Stunde gebührend zu verabschieden. Mit Blues-Wunderkind Jared James Nichols hat guitar den passenden Mountain-Experten an Land gezogen, der für einen exklusiven Leslie-West-Workshop Einblick in seine Lieblings-Mountain-Riffs, von ihm inspirierte Songs und zeitlose P-90-Sounds gibt. 

 

Den kompletten Workshop samt Noten/TABs im Heft & Soundfiles auf CD findet ihr in guitar 3/21 – direkt hier bestellen!
Auch in unserer Podcast-Folge 29 waren Jared, Leslie und der P-90 Thema bei Stephan und Marcel ...

 

Hi Jared, wie geht’s dir überhaupt?

Mir fehlt das Touren wirklich unglaublich und natürlich auch in Deutschland zu spielen. Als die Pandemie so richtig los ging, war ich im März ja gerade auf Deutschland-Tournee – allerdings musste die Tour dann abgebrochen werden und für mich ging es wieder nach Hause. Gerade schreibe ich an einem neuen Album und übe tatsächlich ziemlich viel. Wenn ich auf Tour bin, habe ich eigentlich gar nicht viel Zeit zu üben, deshalb tut es richtig gut, dass ich mir aktuell die Zeit für meine Gitarre nehmen kann. Aber mal im Ernst, ich kann es kaum erwarten wieder unterwegs zu sein – ich brauch das einfach. 

Im Dezember ist Leslie West, Gründer der Hardrock-Band Mountain, mit 75 Jahren verstorben. Auf Instagram schreibst du, dass er zu deinen größten Gitarrenhelden gehört und auch der Grund für dich war, zur elektrischen Gitarre zu greifen. Wie kam es dazu?

Als ich Leslie West zum ersten Mal hörte, war das wirklich etwas ganz Besonderes. Wie er seine Noten bendet, besonders wie er seine Gitarre regelrecht manipuliert und auch der Gitarrensound haben mich angesprochen. Der Song „Mississippi Queen“ hat mich einfach nur umgehauen. Natürlich liebe ich die großen Gitarristen wie Jeff Beck, Peter Green, Paul Kossoff oder Stevie Ray Vaughan. Aber wenn ich Leslie West höre, ist das nochmal etwas ganz anderes. Er hat mir den entscheidenden Input gegeben, mein Power-Trio zu gründen. Auch wenn Mountain ja aus vier Mitgliedern bestand, ging es für mich immer um Leslie, seine Riffs und seinen unglaublichen Groove an der Gitarre. 

Erinnerst du dich noch daran, als du ihn das erste Mal gehört hast?

Ja, da war ich sechs Jahre alt und „Mississippi Queen“ lief im Radio. Ich habe zwar erst mit 15 Jahren das Gitarrespielen angefangen, aber ich kannte Leslie da schon und hatte ein Gefühl für den Sound, bevor es mir überhaupt in den Sinn kam, zur Gitarre zu greifen. Als ich dann anfing Gitarre zu spielen, lernte ich die Mountain-Songs vom Album Climbing! und erinnere mich noch ganz genau daran, wieviel Spaß ich damit hatte. Die Art, wie er die Songs spielte, hat mich total beeinflusst und tut es bis heute noch. Mein Vater hat mir dann in jungen Jahren auch „Nantucket Sleighride“ gezeigt, wo er diesen „Walgesang“ macht, wie ich es gerne nenne. Also, dass er das Volume-Poti zurückgedreht hat, ein Bending macht und es dann langsam aufdreht. Als ich das dann zum ersten Mal hörte dachte ich mir nur: „Was ist das für ein Geräusch?“ Spannend ist aber auch, obwohl wir natürlich alle Jimmy Page oder Eric Clapton lieben, dass Leslie bereits in den Anfangstagen des Hardrock dabei war. Er brachte Blues und Rock’n’Roll zusammen, ließ dabei aber noch viel mehr Punch und Aggression einfließen. 

Ich finde den Sprung sehr spannend, den er von seinem Solo-Album Mountain (1969) zu dem ersten Mountain-Album Climbing! (1970) innerhalb eines Jahres gemacht hat. 

Absolut! Auf seinem Debütalbum hatte er schon jede Menge Ideen, aber mit Climbing! war das auf einmal ein ganz anderes Level. Seine Riffs und Licks waren aus technischer Sicht eigentlich gar nicht mal so schwer zu spielen, aber sein Tone macht den Unterschied. Ich sage immer, dass seine Les Paul Junior mit dem P-90 und dem Sunn-Coliseum-Verstärker wie ein Grizzly-Bär klingt. Wenn du seinen Sound hörst, weißt du, dass es abgehen wird. Es gibt auch so unglaublich gute Bootlegs, wie Live At The Fillmore East, dass Mountain an Silvester 1970 aufgenommen haben. Das Konzert ist also genau in dem Zeitraum, als Climbing! herauskam und kurz bevor Nantucket Sleighride veröffentlicht wurde. Sein Gitarrenspiel ist da wild und gleichzeitig wahnsinnig gefühlvoll. Das hört man auch sehr gut beim Song „Theme For An Imaginery Western“.

Beim letzten Song „Boys In The Band“ von Climbing! wirkt sein Gitarrenspiel auch so kraftvoll, aber gleichzeitig auch sehr fragil. 

Black Sabbath haben ja früher auch für Mountain auf ihren ersten Touren eröffnet und der Legende nach hörte Ozzy Leslie West spielen und sagte zu Tony Iommi, dass er unbedingt eine P-90-Gitarre brauche. Als ich meine eigene Band gründete, hatte ich auch so viele Ideen von ihm übernommen. Zum Beispiel wie man einen breiten Sound mit einem Trio hinbekommt. Seine Powerchords auf der A-Saite hat er immer mit der tiefen Quinte auf der E-Saite erweitert. Wenn man den E-Powerchord am siebten Bund spielt, hat er den Zeigefinger auch noch auf den siebten Bund auf der E-Saite gelegt. Das hört man beim Opening-Track „Don’t Look Around“ von Nantucket Sleighride sehr gut. Sein Rhythmusgefühl war aber auch sehr besonders. Egal ob er eine Leadmelodie spielte oder in den tiefen Lagen groovte, er wusste immer, was er spielen musste. Das ist bei uns Gitarristen ja besonders gefährlich, da wir gerne dazu tendieren es zu übertreiben –aber Leslie spielte nie zu viel.

Hast du ihn jemals live gesehen?

Ja, und ich habe sogar schon mit ihm zusammen gespielt! Das war in B.B. Kings Blues Club in New York, als ich für Leslie West die Show eröffnen durfte, ich denke das war 2018. Ich bin dann rübergeflogen und war den ganzen Tag so unglaublich nervös. Das anstehende Treffen hatte für mich denselben Stellenwert, wie wenn ich Jimi Hendrix oder Eric Clapton getroffen hätte. Ich hatte aber auch Angst, dass er mich am Schluss gar nicht mögen würde – es heißt ja, dass man seine Helden niemals treffen sollte. Als wir dann im Club waren, hatte er einen Techniker, der den Soundcheck für ihn übernommen hat und Leslie war irgendwo Backstage. Als ich mit dem Soundcheck dran war, wusste ich gar nicht, was ich spielen soll, weil ich so aufgeregt war und habe einfach zu riffen angefangen. Plötzlich höre ich nur hinter mir ein „Woah“ und schon war Leslie hinter mir und meinte nur: „Your sound kicks ass!“ Das war für mich der Ritterschlag. Wir sind danach auch abgehangen und er hat mir so viele coole Geschichten erzählt. Wir kamen dann auf meine Musik zu sprechen und er sagte, dass ich ziemlich coole Licks und Riffs hätte. Ich erwiderte dann, dass ich sie alle von ihm hätte, worauf er nur antwortete: „Dann muss ich sie wohl wieder zurücklernen“, und lachte.

Welches Album würdest du Neueinsteigern empfehlen?

Wer in sein Gitarrenspiel und seinen Gesang eintauchen möchte, dem kann ich das Mountain-Debüt Climbing! empfehlen. Da kriegt man wirklich die volle Ladung. Danach auf jeden Fall noch Nantucket Sleighride und Flower Of Evil. Und dann natürlich noch das Live-Album The Road Goes Ever On.

Auch Equipment-technisch wandelst du ja auf den Spuren deines großen Vorbilds …

Gerade halte ich meine brandneue Signature-Gitarre von Epiphone in der Hand – Gold Glory! Das ist bereits meine zweite Signature-Gitarre und der Nachfolger von Old Glory, die bereits sehr erfolgreich war und sich zu hundert Prozent auf Leslie West beruft. Als ich ihn das erste Mal mit seiner Les Paul Junior spielen sah, mit nichts weiter ausgestattet als einem P-90-Tonabnehmer am Steg, dem Volume- und Tone-Regler und der Wrap-Tail-Bridge, hat mich sein monströser Sound einfach umgeworfen. Ich liebe zwar die Les Paul Junior, aber ich bin auch recht groß und dachte mir, wie toll es doch wäre, wenn ich eine reguläre Les Paul mit einem einzelnen P-90 hätte. Ich hatte ja schon eine Les-Paul-Custom und habe dann den Hals-Tonabnehmer inklusive der entsprechenden Potis und dem Toggleswitch entfernt.

Der Sound kommt also komplett aus den Fingern und es liegt an dir, alles rauszuholen. Als Verstärker habe ich ja meinen Blackstar JJN20R, der mit seinen 20 Watt genau das richtige Maß an Headroom und Lowend hat, ohne so übertrieben laut wie ein 100-Watt-Topteil zu sein. Ich vergleiche es immer gerne mit einem kleinen Auto, bei dem man auf das Gaspedal tritt. Dort spürt man die Beschleunigung richtig und kann ohne Bedenken Vollgas geben. Bei einem großen Monster-Truck hingegen müsste man immer aufpassen, dass man es mit der Power nicht zu sehr übertreibt. Ich bekomme mit dem Blackstar-Verstärker genau den Sound hin, der mir vorschwebt – und das wirklich nur, indem ich mit dem Volume- und Toneregler meiner Gitarre arbeite und den eingebauten Blues-Power-Kanal aktiviere. Egal ob ichs gerade eher traditionell mag oder doch lieber aggressiv, mit dem Blues-Power-Kanal bekomme ich immer genau den Sound, den ich brauche.

Du hast ja für uns auch extra deine Lieblings-Mountain-Riffs eingespielt sowie eigene Songs, bei denen du von Mountain inspiriert wurdest.

„Mississippi Queen“ (Beispiel 1) habe ich ausgesucht, weil es für mich von Leslies Riffs den höchsten Wiedererkennungswert hat. Das Beispiel zeigt auch, wie er einerseits ein klassisches Rhythmus-Riff mit einem aggressiven Blues-Lick kombiniert, das nach Hardrock klingt. Außerdem ist das Riff in Dur gehalten, geht dann aber in Moll über, was jeder Gitarrist mal ausprobieren sollte. 

„Mississippi“ Queen ist ja auch der Signature-Song von Leslie West. Was kannst du uns zu „Nantucket Sleigh-ride“ erzählen? (Beispiel 2) 

In „Nantucket Sleighride“ kommen genau die erweiterten Powerchords zum Einsatz, von denen ich dir vorhin schon erzählt habe. Ich lege also meinen ganzen Zeigefinger über den siebten Bund und den Ringfinger auf den neunten Bund – und schon lässt sich das gesamte Riff durchspielen. Das klingt zwar sehr simpel, aber eigentlich passiert eine Menge. Wenn man das Riff ohne die E-Saite spielt, würde einfach etwas fehlen. Wichtig ist dabei auch das Vibrato, da hat Leslie entweder gerne langsame, ausufernde Vibratos gespielt, oder sehr kurz und aggressiv. 

Wie schaut es mit deinem dritten Mountain-Riff „Never In My Life“ (Beispiel 3) aus?

Es ist einfach das coolste Pentatonik-Hardrock-Riff das jemals geschrieben wurde und es macht wahnsinnig viel Spaß dazu zu jammen. Ich habe mal gehört, dass Jimi Hendrix im Studio nebenan an Electric Ladyland gearbeitet hat, während Mountain an Climbing! gewerkelt haben. Und wie begeistert Jimi Hendrix angeblich vom Riff von „Never In My Life“ war. 

Du hast ja auch drei deiner eigenen Songs für uns eingespielt. Was haben die mit Leslie West und Mountain gemeinsam?

Die Songs haben ihre Inspiration unmittelbar von Leslie West. Als ich die Riffs schrieb, stellte ich mir immer die entscheidende Frage: „Wie würde es Leslie spielen?“ Beim Outro von „Take My Hand“ (Beispiel 4) schreien einen Mountain geradezu an. Ich bin auch schon immer der Meinung, dass Leslie The Who sehr nahestand und diese Verbindung habe ich auch mit meiner aktuellen Single „Threw Me To The Wolves“ (Beispiel 5) herausarbeiten wollen, er hatte auch mal mit The Who einen Song aufgenommen, der allerdings leider nie öffentlich veröffentlicht wurde. („Baby Don’t You Do It“, Anm. d. Red.) Als ich den Song schrieb, hatte ich bereits die Gesangs- und Picking-Parts. Wenn dann aber das Riff kommt, fühlt sich das an, wie wenn man die Ärmel hochkrempelt und so richtig loslegt. Letzten Endes geht es ja um die Musik – und was gibt es schöneres als die mit einem tollem Riff anzureichern?

Der dritte Song von dir ist ja „Keep Your Light On Mama“ (Beispiel 6), da hört man am Anfang sogar den Verstärker brummen!

Das gehört für mich einfach zum musikalischem Hintergrundrauschen und lässt meine Songs erst lebendig wirken. Bei „Keep Your Light On Mama“ wollte ich einen straighten Blues-Rock-Song mit jeder Menge Feeling und Groove schreiben und einem Riff, dass sich so richtig aufbaut. Ein einfacher, aber dennoch funkiger Song, der im Bandkontext erst so richtig Spaß macht. Dabei sind die Pausen auch sehr wichtig und das richtige Momentum zu erwischen, sich auch mal zurückzunehmen.

Text: Oliver Strosetzki

Noten: Martin Weiß

Soundfiles: Jared James Nichols

Fotos (in Reihenfolge): Mitch Conrad (1, 3) & Jeff Graham (2, 4)

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Haupteintrag Workshops Lesen Mon, 22 Mar 2021 12:29:13 +0100
Interview: Jen Majura (Evanescence) - Inspiration kann von überall kommen https://guitar.de/lesen/interviews-storys/interview-jen-majura-evanescence-inspiration-kann-von-ueberall-kommen https://guitar.de/lesen/interviews-storys/interview-jen-majura-evanescence-inspiration-kann-von-ueberall-kommen


Jen mit ihrer Ibanez JEM-77P BFP (1)

Die Kult-Alternative-Rock-Band Evanescence veröffentlicht mit The Bitter Truth ein Album, das unter dem Eindruck der Pandemie und einer sich im Wandel befindenden Welt entstand. guitar hat mit der deutschen Gitarristin Jen Majura über den Entstehungsprozess, die Hintergründe und das typische „Evanescence-Brett“ gesprochen.

Hallo Jen, wie geht es dir denn?

Jen Majura: Tja, Corona halt! Ich habe tatsächlich so viel Zeit auf meiner Couch verbracht, dass sie komplett durchgesessen ist und ich ein neues Sofa brauche. Das letzte Mal, dass ich so viel Zeit zuhause verbracht habe, war glaube ich vor 16 Jahren. Wenn das ganze Leben aus Reisen und Konzerten besteht, und das alles dann weggenommen wird, dann ist das … puh! Zuerst ist man irritiert, dann denkt man sich „hey, ich habe Urlaub“ und nach vier Monaten ging es mir einfach nur noch auf den Keks. Das Schlimme ist eigentlich, dass man mental damit umgehen muss, dass man keine Connections mehr zu den Fans hat. Also Konzerte spielen und den Kontakt mit seinen Fans haben. Dieser Energie-Austausch fehlt einfach und das ist doch eigentlich gerade der Grund, warum wir alle Musik machen.

Wie läuft denn bei euch die Bandkommunikation aktuell ab?

Ich bin zuhause im schönen Münsterland, Amy und die Jungs sind drüben in den Staaten. Wir haben eine Chat-Gruppe, in der wir uns immer hin und her schreiben. Die Chemie zwischen Amy, den Jungs und mir ist freundschaftlich. Wir verstehen alle, dass es nun mal so ist, wie es ist. Wir sind im regen Kontakt, Amy und ich haben auch einen wöchentlichen Zoom-Call in dem wir uns gegenseitig erzählen, was so in der Welt passiert. Aber seien wir mal ehrlich, es gibt mit Sicherheit keinen professionellen Musiker auf der ganzen Welt, der nicht von der aktuellen Situation genervt ist. Wir haben aber unser Album fertig aufgenommen, es ist gemixt und gemastert und veröffentlichen The Bitter Truth dann am 26. März. Und gerade weil 2020 war, wie es war, spiegelt es sich in jedem einzelnen Song wider. Das ganze Gefühlsspektrum zwischen „ich bin verzweifelt und zerbreche an der Situation“ bis hin zu „ich kämpfe mich durch, halt das durch und bin stark“ wird abgebildet.


Evanescence in der aktuellen Besetzung (v.l.): Jen Majura, Will Hunt, Amy Lee, Tim McCord, Troy McLawhorn (2)

Wie lief die Produktion ab?

Die Produktion war ziemlich heftig. Ich habe im Januar 2020 die letzte NAMM-Show gespielt und bin danach direkt nach Nashville ins Studio geflogen und habe die ersten Aufnahmen eingespielt. Danach haben wir uns alle am Flughafen wieder voneinander verabschiedet und hatten geplant, dass wir uns nächsten Monat wiedersehen. Natürlich kam alles anders. Wir haben das meiste dann online geregelt, obwohl Amy und die Jungs sich weiterhin treffen konnten, da sie ja in den Staaten wohnen. Die Aufnahmen haben wir per DI und Re-Amping gemacht. Aber das Schwierige für mich war tatsächlich, dass ich keinen direkten Input von meinen Bandkollegen bekommen habe. Nick Raskulinecz ist auch ein unglaublicher Produzent (Foo Fighters, KoRn, Mastodon), der ja entsprechend Erfahrung hat und auch weiß, wie er motiviert. Das hat nun gefehlt. Ich bin aber sehr stolz darauf, dass ich viele Backing-Vocals gesungen und nicht nur Gitarre gespielt habe. Dass andere Female-Vocals zu hören sind, ist tatsächlich die Premiere auf einem Evanescence-Album. Es ist auch sehr gitarrenlastig und heavy, ich hätte nicht gedacht, dass Amy noch einmal so sehr anzieht. Aber das ist nun mal die Frustration von dem ganzen Pandemiejahr.

Welche Rolle hat Produzent Nick Raskulinecz für den Aufnahmeprozess gespielt?

Er ist der Papa der Band. Wir hatten die Songs roh schon fertig, als wir nach Nashville gegangen sind, um sie einzuspielen. Wir waren dann alle zusammen in einem Raum, haben die Songs gespielt und daran gearbeitet. Nick stand im Raum mit uns an einem Notenpult und mit einem Drumstick bewaffnet und dirigierte die Musiker. Und das quasi den gesamten Song hindurch. (lacht) Das ist unfassbar cool, weil Nick ein unglaubliches Gespür für Musik hat. Er hört Ideen, bevor du weißt, dass du sie überhaupt spielen kannst.

Mit welcher Erwartungshaltung seid ihr ins Studio gegangen?

2019 hatten wir mehrere Writing-Sessions. Die Idee war, ein tolles und solides Rockalbum zu schreiben. Damals kannte man die Wörter Covid-19 und Corona ja auch noch nicht. Das hat sich durch mehrere Faktoren dann gewandelt, nicht nur durch die Pandemie. Zum Beispiel hat auch die Wahl in Amerika ihre Spuren hinterlassen. Es ist ein unfassbar ehrliches Album, da es einfach repräsentiert, was gerade in der Zeit so alles passiert ist und uns als Menschen bewegt hat.


Jen mit ihrer Ibanez FR6UCS Prestige und Syn-30 Synergy Amp (3)

Wie läuft bei euch das Songwriting ab?

Ganz klassisch eigentlich. Man kommt mit einem Riff oder einer Idee, dann sagen die anderen „Wow cool!“ und schreiben was dazu! (lacht) Ganz oldschool eigentlich – aber was auch Fakt und vollkommen richtig ist: Amy ist die Chefin der Band. Sie bringt die meisten Ideen und schreibt auch die gesamten Texte. Ich werde zwar oft gefragt, ob ich auch Lyrics schreibe. Aber Amy kann so gut mit Worten umgehen und transportiert die Emotionen entsprechend, dass ich das so niemals könnte. Ansonsten bringen alle Ideen ein und dann wird gemeinsam daran gearbeitet.

Wo holst du dir die Kreativität für deine Musik her?

Das kommt eigentlich von überall. Manchmal wacht man morgens auf und steckt voller Energie, so dass man sofort zur Gitarre greift, etwas schreibt und es in die Dropbox für die anderen reinpackt. Aber auch beim Musikhören oder wenn ich einen Film schaue kann mir plötzlich eine Idee kommen. Inspiration kann ja von überall herkommen, sogar wenn ich koche und mir dabei denke, ich könnte mal einen Song über Avocados schreiben. (lacht) Ich habe da kein Inspirationszentrum. Als Künstler ist man ja eh die ganze Zeit auf Hab-Acht-Stellung. Ich habe mir vor Jahren geschworen, dass ich immer einen Stift mit Papier neben der Toilette habe. Ganz schlimm ist es, wenn die Riffs und Songideen nachts kommen und man panisch aufwacht, damit man sie nicht vergisst.

Du hast jetzt für The Bitter Truth notgedrungen sehr viel mit Home-Recording gearbeitet. Wie schaut da dein Setup aus?

Ich spiele seit geraumer Zeit mit Synergy-Amps und bin sehr, sehr glücklich damit. Für meinen Livestack bei Evanescence habe ich den Friedman-HBE und das BEBB-Modul, welches größtenteils mein Hauptmodul ist. Da wir wenig Clean-Sounds haben, brauche ich meistens einen guten High-Gain-Kanal – das typische Evanescence-Brett. Wenn aber doch mal cleane Sounds vorkommen, dann brauche ich es kristallklar – und dafür ist das BEBB-Modul perfekt, das in Richtung Fender Twin Reverb geht. Die Synergy-Amps habe ich live auch jeweils als Main und Spare. Genauso wie mein Line 6 Helix für die Effekte, die mein Leben so viel leichter gemacht haben. Im Homerecording habe ich eben sehr viel mit Re-Amping gearbeitet, Nick die DI-Spur zukommen lassen und ihm die Produktion überlassen, da ich ja nicht mit im Raum sitzen konnte. Meine Hauptgitarre bei Evanescence ist die weiße Ibanez RG450, ich spiele aber auch eine 7-String Prestige und aktuell auch die neue Ibanez Steve Vai PIA3761.


The Bitter Truth - Das neue Evanescence-Album ist grundehrlich und überraschend heavy geraten.

Interview: Oliver Strosetzki

Fotos: Tom Row (1,3), Nick Fancher (2)

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Haupteintrag Interview und Storys Lesen Fri, 19 Mar 2021 13:33:07 +0100
Der Pignose 7-100 ist zurück https://guitar.de/lesen/news/der-pignose-7-100-ist-zurueck https://guitar.de/lesen/news/der-pignose-7-100-ist-zurueck

Der kultige Batterie-Amp Pignose 7-100 wird ab sofort wieder in Deutschland und Österreich vertrieben. Der kleine Verstärker ist kein Unbekannter, auch Größen wie Keith Richards oder Eric Clapton haben den Verstärker im Einsatz gehabt.

Der Pignose besitzt einen einzigen Volume-Regler, das Klappgehäuse kann als mechanischer Equalizer verwendet werden. Der Pignose 7-100 ist für 149 Euro erhältlich.

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Haupteintrag News & Aktuelles Lesen Fri, 19 Mar 2021 11:15:30 +0100
guitar-Podcaster, Folge 30: 25 Jahre guitar und kein bisschen leise! https://guitar.de/podcasts/guitar-podcaster-folge-30-25-jahre-guitar-und-kein-bisschen-leise https://guitar.de/podcasts/guitar-podcaster-folge-30-25-jahre-guitar-und-kein-bisschen-leise

In dieser Folge lassen Stephan und Marcel die Produktion und die Highlights der 25-jährigen Jubiläumsausgabe guitar 4/21 Revue passieren - Jubiläums-Specials "25 Licks, die man einfach draufhaben muss" & "25 Gear-Teile, die man kennen muss, um mitreden zu können", spannende Tests und jede Menge Interviews!

Marcel und Stephan plaudern aus dem Redaktionsalltag beim guitar-Magazin und kommentieren bei einem Bierchen bester Brauart ungefragt aktuelle Musikthemen, besprechen die Platten des Monats und führen 19-Zoll-Gespräche über Pickups, Saiten, Gitarren, Amps und alles, was sonst noch so mit dem Gitarristen-Leben zusammenhängt – die eine oder andere Anekdote eingeschlossen, die beiden waren nämlich auch mal jung. Ein Kölner und ein Schwabe in Bayern über Gitarren, DIY und den Musiker-Alltag – eieieiei!

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Haupteintrag Podcast Fri, 19 Mar 2021 10:47:28 +0100
Video-Grüße aus der Szene (25 Jahre guitar) https://guitar.de/video-audio/video-gruesse-aus-der-szene-25-jahre-guitar https://guitar.de/video-audio/video-gruesse-aus-der-szene-25-jahre-guitar

Mit guitar 4/21 feiert wir unser 25-jähriges Jubiläum! Dazu haben uns auch aus der Musikerszene einige Video-Glückwünsche ereilt, die wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen ...

So musste wohl Joel O'Keeffe von Airbourne nach dem siebten oder achten Bierchen an uns denken, und hat uns diesen so netten wie amüsanten Gruß rübergehauen. Danke, Joel & Prost!


Mit Suzi Quatro sprachen wir in unserer Jubiläums-Ausgabe guitar 4/21 über ihr neues Album. Zum 25-jährigen Geburtstag hat sie uns coolerweise auch gratuliert ... danke Suzi!


Auch Sebastian Lange von In Extremo hat uns zu unserem 25-jährigen Jubiläum gratuliert ... Bei dem Heft, das Basti im Video in Händen hält, handelt es sich übrigens um die guitar 7/20.


 

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Haupteintrag Videos Thu, 18 Mar 2021 13:54:43 +0100
Warwick Teambuilt & Masterbuilt Genuine Leather Bass Straps https://guitar.de/lesen/news/warwick-teambuilt-masterbuilt-genuine-leather-bass-straps https://guitar.de/lesen/news/warwick-teambuilt-masterbuilt-genuine-leather-bass-straps

Warwick veröffentlichen die Ledergurte Teambuilt & Masterbuilt, welche sich durch ihren rückenschonenden Ansatz für Bassisten eignen sollen.

Der Warwick-Teambuilt-Ledergurt ist aus echtem, gepolstertem Leder mit umlaufender Seitennaht und besitzt eine Breite von 9 cm, die Länge ist von 100 bis 147 cm verstellbar. Wahlweise ist er in braunem oder schwarzem Leder mit glänzender Blind-, Silber- oder Goldprägung erhältlich. Die UVP liegt für alle sechs Varianten bei je 59 Euro.

Der Masterbuilt ist ebenfalls aus gepolstertem Leder mit umlaufender Seitennaht gefertigt und besitzt zudem noch einen Fischleder-Einsatz. Die Breite liegt bei 9 cm, er ist zudem von 80 bis 129 cm in der Länge einstellbar. Wahlweise ist er in braunem oder schwarzem Leder mit glänzender Blind-, Silber- oder Goldprägung erhältlich. Die UVP liegt beim Masterbuilt für alle sechs Varianten bei je 169 Euro.

Beide Gurte werden in Deutschland gefertigt.

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Haupteintrag News & Aktuelles Lesen Thu, 18 Mar 2021 13:30:13 +0100
Zu Gewinnen: D'Angelico Premier Bedford Bedford SH & Marshall JVM210H - Shaman HX-100 WN, Hughes & Kettner Spirit of Vintage, Rock Metal & KMS Whiptail Nickel Aged https://guitar.de/gewinnspiele/zu-gewinnen-d-angelico-premier-bedford-bedford-sh-marshall-jvm210h-shaman-hx-100-wn-hughes-kettner-spirit-of-vintage-rock-metal-kms-whiptail-nickel-aged https://guitar.de/gewinnspiele/zu-gewinnen-d-angelico-premier-bedford-bedford-sh-marshall-jvm210h-shaman-hx-100-wn-hughes-kettner-spirit-of-vintage-rock-metal-kms-whiptail-nickel-aged

Ein Traum in Blau und Tortoise – die D’Angelico Premier Bedford SH klingt und schwingt, dass es eine wahre Pracht ist. Nun soll einer von euch, werte Leserschaft, in diesen Genuss kommen. Den Test findet ihr in guitar 4/21.

Der Marshall JVM – ein Klassiker und treuer Wegbegleiter so vieler Saitenhexer. Lest euch die Story unseres Chefredakteurs und guitar-Kapitäns Stephan zu diesem legendären Amp in guitar 4/21 durch. Passend dazu könnt ihr einen JVM 210H gewinnen.

Die D'Angelico wurde uns von D'Angelico Guitars zur Verfügung gestellt, der Marshall von Musik Meyer. Ein Herzliches Dankeschön für diese beiden tollen Verlosungen.

PS: Die D’Angelico und der Marshall werden zusammen verlost - einfach in der Liste unten als gewünschten Gewinn auswählen und ihr seid dabei!

 

Ob Einsteigerbrett, Wraparound-Upgrade oder Bedroom-Amp, wir lassen euch nicht im Stich und spendieren euch zum 25-jährigen Jubiläum ein paar schicke Teile mehr. Die Tests zu den H&K-Nano-Heads findet ihr in guitar 1/21, den Test zur KMS Whiptail in guitar 2/21 und die Shaman findet ihr im ausführlichen Test in guitar 4/21.

Gerade für Einsteiger, aber auch für fortgeschrittene Gitarristen ist die Shaman HX-100 WN eine astreine Option, um den Saiten-Stall zu erweitern. 

Die Hughes-&-Kettner-Heads ermöglichen euch auch im stillen Kämmerlein oder auf Reisen einen satten, vollen Sound, ohne dass ihr Kompromisse eingehen müsst. Übrigens auch für Recording-Zwecke bestens geeignet.

Die Whiptail von Kiss My Strings mit kompensierter Auflage hat schon unseren Kollegen Stephan im Test mehr als überzeugt. Abgesehen von der hochpräzisen Fertigung sehen die Bauteile von KMS auch noch supercool aus.

Ein großes Dankeschön geht an Kiss My Strings, das Musikhaus Kirstein und an Musik & Sales, die uns diese Gewinne zur Verfügung gestellt haben!

Die obenstehenden Gewinne werden einzeln verlost - in der untenstehenden Liste könnt ihr den jeweiligen Gewinn auswählen!

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Haupteintrag Gewinnspiel Wed, 17 Mar 2021 10:44:34 +0100
GURT DES MONATS: ERNIE BALL Persian Gold Jacquard https://guitar.de/?view=article&id=450:gurt-des-monats-ernie-ball-persian-gold-jacquard&catid=9 https://guitar.de/?view=article&id=450:gurt-des-monats-ernie-ball-persian-gold-jacquard&catid=9

Diesen Monat verlosen wir den Ernie Ball Persian Gold Jacquard mit Leder-Enden und dem Ernie-Ball-Logo in Goldprägung. Der Gurt ist 5 cm breit und kann auf eine maximale Länge von 1,78 Meter eingestellt werden. 

Wenn ihr gewinnen wollt, füllt bis zum 21.04.2021 das Formular unter www.guitar.de aus oder schickt einen Brief/eine Postkarte bis zum 21.04.2021 (Datum des Poststempels) an  PPVMEDIEN GmbH, Redaktion guitar, Stichwort „Gurt des Monats 4/21“, Postfach 57, 85230 Bergkirchen. 

Mitarbeiter der PPVMEDIEN GmbH und deren Angehörige dürfen nicht teilnehmen;  der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Gewinner wird schriftlich benachrichtigt.

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Haupteintrag Lesen Wed, 17 Mar 2021 10:14:58 +0100
Fender American Acoustasonic Jazzmaster https://guitar.de/lesen/news/fender-american-acoustasonic-jazzmaster https://guitar.de/lesen/news/fender-american-acoustasonic-jazzmaster

Fender veröffentlichen nach der American Acoustasonic Stratocaster und Telecaster nun auch ein Acoustasonic-Modell in Form einer Jazzmaster.

Mit dem neuen Tim-Shaw-Designed-Humbucker, Fishman Under-Saddle Transducer und Fishman Acoustasonic Enhancer.werden die Saiten abgenommen, per Blendregler lassen sich eine Vielzahl an verschieden Sound-Optionen abrufen. Zudem ist der Hals-Korpus-Übergang abgeflacht, um so einen besseren Zugang zu den höheren Bünden zu ermöglichen. Vom klassischen Jumbo Body Korpusform bis hin zur delikaten Triple O stehen vier neue Acoustic-Voicings zur Verfügung.

Der Korpus und der Hals sind aus Mahagoni gefertigt und das Griffbrett aus Ebenholz. Die Fender Acoustasonic Jazzmaster ist in den Farben Ocean Turquoise, Natural, Tobacco Sunburst, Tungsten und Arctic White ab sofort für 2.099 € erhältlich.

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Haupteintrag News & Aktuelles Lesen Tue, 16 Mar 2021 15:20:54 +0100
Mad Professor Amplification: Electric Blue II Chorus - Vibrato https://guitar.de/lesen/news/mad-professor-amplification-electric-blue-ii-chorus-vibrato https://guitar.de/lesen/news/mad-professor-amplification-electric-blue-ii-chorus-vibrato

Mad Professor Amplification stellen das neue Effektpedal Electric Blue II Chors - Vibrator vor - hier treffen Vintage-Sound auf moderne Technik. So lässt sich bei Bedarf zwischen dem Chorus mit langsamen Chorus-Sounds bis schnellen Leslie-Effekten und dem klassischen Vibrato-Sound wechseln.

Mit den Reglern Depth, Speed, Mix und Tone lässt sich der Klang nach den eigenen Vorstellungen formen. Das Electric Blue II Chorus - Vibrato ist ab April erhältlich.

 

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Haupteintrag News & Aktuelles Lesen Tue, 16 Mar 2021 11:12:12 +0100
Test: LTD Black Metal Series Arrow, M & Phoenix https://guitar.de/?view=article&id=447:test-ltd-black-metal-series-arrow-m-phoenix&catid=9 https://guitar.de/?view=article&id=447:test-ltd-black-metal-series-arrow-m-phoenix&catid=9

Schwarz sind alle meine Kleider

Dass mit der Produktbezeichnung „Black Metal“ nicht ausschließlich Vertreter des Heavy-Metal-Sub-Genres angesprochen werden, offenbart sich beim ersten Blick auf Korpusformen und Finish der Gitarren und ebenfalls beim zweiten Blick auf die verbauten Komponenten. LTDs Black-Metal-Serie bedient nämlich alle Saitenhexer des Heavy-Metiers. Ganz frisch ist die Black-Metal-Serie nicht mehr, deshalb aber nicht minder relevant. Auf jeden Fall ist sie umfangreich, weshalb sie auch über verschiedene Hefte verteilt immer mal wieder aufgegriffen wird. So findet ihr in guitar 7/19 einen ausführlichen Test zur Viper-7 Baritone Black Metal. In dieser Ausgabe untersucht ein prüfendes Paar Augen die Arrow, die M und die Phoenix.

Alle Gitarren der Serie habe ein paar Gemeinsamkeiten, unterscheiden sich dann aber an anderer Stelle wieder. Es handelt sich also nicht um die gleichen Specs, die einfach in verschiedene Korpusse gesetzt wurden. Die drei vorliegenden Gitarren sind allesamt Sechsaiter. Eine deckende, schwarze Matt-Lackierung ist genauso wie das schwarze Metallic-LTD-Logo auf der Kopfplatte allen Gitarren der Serie gemein. Auch finden wir an den drei vorliegenden Modellen jeweils einen Reverse Headstock, also eine umgekehrte Kopfplatte und somit jeweils eine Six-In-A-Row-Konfiguration der Stimm-Mechaniken. Umgekehrte Kopfplatten, speziell wenn sie spitz zulaufen, wie an der Arrow und der M, sind ein gängiges Design-Element bei Metal-Gitarren. Die M und die Arrow sind jeweils mit Grover-Mechaniken ausgestattet, die flüssig laufen und in der Regel auch nur einmal eingestellt werden, da beide Gitarren ein Floyd-Rose-100-System und ergo eine Locking-Nut verbaut haben. Die Stimmstabilität ist gewohnt gut, auch wenn mit Nachdruck am „Jammerhaken“ gezerrt und gedrückt wird. Die M ist die einzige mit passivem Tonabnehmer, der es aber absolut in sich hat und sich am Ende des Tages auch auf Platz eins des Siegertreppchens einnistet. Der Tonabnehmer mit Namen „Black Winter“ ist von Seymour Duncan und trägt in dieser Version den Namenszusatz „blackened“, was bedeutet, dass er komplett geschwärzt ist. Das kleine Aggregat hält, was es verspricht. Eine super differenzierte Wiedergabe der einzelnen Saiten und für den heftigen Output eine mehr als zufriedenstellende Dynamik. Mit dem einzigen Poti, der verbaut ist, ein Volumen-Poti mit Push-Pull-Funktion, kann der Humbucker gesplittet werden. Was rauskommt ist mittenstark, kantig und super tight – der Gainkanal des Blackstars knurrt und auch durch diverse Gain-Treter gescheucht, macht die M eine super Figur. Der dreistreifige, durchgehende Ahorn-Hals ist dem Sustain-Verhalten der Gitarre sicher nicht abträglich und befürchtete Schwing-Verlust durch die Floyd-Rose-Bridge sind in keiner Weise zu verzeichnen. Der Korpus ist aus Erle, das Griffbrett aus dunklem Makassar-Ebenholz. Das Halsprofil ist ein flaches, dünnes U. Die Halsbreite am Sattel beträgt 43 Millimeter, was nicht ungewöhnlich ist, Der Hals wirkt dennoch ungemein schmal, lässt sich vor allem aber top bespielen.

Der Pfeil

Die Arrow ist wohl die Kandidatin aus der ganzen Serie, die am meisten Frost- und Metal-Feeling aufkommen lässt. Die ungleich langen Flügel, die zu den Spitzen hin eine schmaler werdende Kontur geschliffen bekommen haben, sehen elegant und dennoch böse aus. Der Cutaway an der unteren Halsseite ist üppig und ausladend, was nicht nur die Erreichbarkeit des 24. Bundes zum Kinderspiel macht, sondern auch optisch ins Konzept passt. Zwischen den beiden Flügeln finden wir keine V-Form sondern eine runde Aussparung, die auf der Innenseite des deutlich längeren Oberflügels wie ein Widerhaken anmutet. Selbstredend schmeichelt auch dieses Element dem Gesamtbild, ist aber auch die perfekte Oberschenkel-Ablage, um im Sitzen zu spielen. Der Hals ist ähnlich wie der der M bemerkenswert dünn. Am Sattel nachgemessen, stellt sich raus, dass sich die Halsbreite hier sogar nur auf 42 Millimeter beläuft. Der Hals der Arrow ist wie bei der M durchgehend und ebenfalls aus drei Streifen Ahorn zusammengeleimt. Der Body beziehungsweise die Flügel sind aus Mahagoni, das Griffbrett, ebenfalls wie bei der M aus dunklem Makassar. Der Tonabnehmer ist dem Metal-Freund ein altgedienter guter Bekannter: der EMG 81. Der kann nämlich ordentlich Dampf machen – konnte er schon immer. Der Brüll-Block wird mit einer 9V-Batterie betrieben, die sich über eine mit zwei Schrauben befestigte Plastikabdeckung auf der Rückseite austauschen lässt. Die guten EMGs hält so eine Batterie aber im Regelfall lange genug frisch, dass man den Batteriewechsel gerne mal vergisst. Eine Push-Pull-Funktion hat der einzige Volume-Regler nicht, dafür finden wir aber gut eine Handbreit weiter einen Killswitch in Druckknopf-Form. Der macht eine Menge Freude, wenn man schnelle und rhythmische Signalunterbrechungen als Stilmittel einzusetzen weiß. Der EMG an der Bridge pumpt und faucht natürlich ohne Ende und gerade Palm-Mutes und stampfende Powerchord-Eskapaden springen einen extra erbarmungslos an. Der Black Winter von Seymour Duncan, der in der M verbaut ist, steht dem aber nicht wirklich nach. Der EMG mag mehr Masse untenrum mitbringen, die differenzierte Wiedergabe und den Biss in Höhen und Mitten bringt er aber nicht wie der passive Kollege. An Runterregeln und Aufräumen brauchen wir beim EMG an sich auch nicht zu denken, dafür ist er nicht gemacht. Geht zwar, klingt dann aber nur so mäßig cool.

Gurt gemacht

Die Gurtpins sind so angebracht, dass der Hals und die Kopfplatte nicht automatisch auf Tauchstation gehen. Das ist eine Krankheit die zu vielen Offset-Gitarren und Klassikern wie SG- oder V-Style Gitarren dazugehört – dadurch entstehen auch gerne Lackplatzer an Flügeln und Kopfplatten. Hier wurde zu Ende gedacht und praktikabel konstruiert – grazie!

Der Feuervogel

Und wieder findet eine LTD Phoenix ihren Weg in die guitar. In der guitar 12/20 findet ihr einen ausgiebigen Test zu den anderen beiden Phoenix 1000, die LTD neu aufgelegt hat. Die dort niedergeschriebene Liebeserklärung will wiederholt sein, insbesondere, weil die Phoenix Black Metal diejenige der drei Test-Kandidatinnen ist, die mit TOM-Bridge und Stop-Tailpiece statt FR-Bridge glänzt. Der KunststoffsSattel sieht gut aus und funktioniert – Freude kommt aber speziell bei den Locking-Tunern auf, die eine wahre Wohltat sind und auf jeder Gitarre verbaut gehören – meiner Meinung nach. Der aktive Fishman-Fluence-Modern-Humbucker hat zwei Voicings parat die mittels Push/Pull-Funktion des einzelnen Volume-Potis angewählt werden können.

Der Mittenspucker

Der Poti in gepushter Position spuckt deutlich mehr Mitten aus, angezogen ist er etwas drahtiger und dünner, räumt aber auch mumpfige Frequenzüberladung aus dem Weg, hier lässt sich beispielsweise bei voller Gain-Ladung mit Delay- und Hall-Fahnen experimentieren. Auch kann sukzessive und gleichbleibend der Amp mittels Volume-Poti aufgeräumt werden. Der Sweetspot, um immer noch genügend Crunch zu haben ist nicht leichter als beim EMG, aber schwerer als beim Black Winter zu finden. Sustain-Reserven hat die gute jede Menge, auch trocken angespielt schwingt und vibriert alles. Die Kopflastigkeit und das etwas sperrige Handling ist das gleiche wie bei den Schwestern in Vintage White und Rot (siehe Ausgabe 12/20) – der Coolness Faktor ist aber ebenso gegeben, wenn nicht sogar noch mehr Understatement aufs Tableau geschmettert wird. Genau wie die beiden mit Floyd-Rose ausgestatteten Black-Metal-Äxte, ist auch die Phoenix stark im Attack und bei beachtlichem Output super kontrollierbar – da haben ESP/LTD absolut ins Schwarze getroffen und ihre Hausaufgaben gemacht.

Das bleibt hängen

LTD hat sich mit der Black-Metal-Serie selbst ein Denkmal gesetzt und die Wünsche des Extreme-Metal erhört. Die drei Gitarren, wie auch die Viper-7, sind allesamt kompromisslose Metal-Gitarren, gemacht für ausgefahrene Lead- und Gain-Kanäle und schnelles und abgehacktes Spiel, also alles was extremen Metal so liebenswert macht. Man hat hier nicht versucht einen Tausendsassa zu basteln, dem jeder etwas abgewinnen kann, der aber nichts so richtig gut macht, sondern Nägel mit Köpfen gemacht. Das fängt beim Design an und wird mit dem Sound und der Bespielbarkeit komplettiert. Die Funktionalität ist uneingeschränkt gegeben ist und auch die Einstellung ab Werk verlangt quasi keine Nacharbeit. Für Freunde des harten Sounds, die im mittleren Budget fischen ist die Black-Metal-Serie von ESP/LTD eine hervorragende Option.

Test: Phil Zeppenfeld

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Haupteintrag Lesen Tue, 16 Mar 2021 10:23:52 +0100
"Click & Meet"-Termine bei BTM Guitars https://guitar.de/lesen/news/click-meet-termine-bei-btm-guitars https://guitar.de/lesen/news/click-meet-termine-bei-btm-guitars

BTM-Guitars aus Nürnberg bieten ab sofort Click & Meet Termine an, bei denen ihr Gitarren nach vorheriger Terminvergabe per E-Mail oder Telefon vor Ort im Laden testen könnt. Voraussetzung ist ist dabei ein 7-Tage-Inzidenzwert unter 100 Neuinfektionen.

Alle weiteren Informationen findet ihr hier:
https://www.btm-guitars.de/2021/03/11/corona-update-clicke-meet/

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Haupteintrag News & Aktuelles Lesen Fri, 12 Mar 2021 12:28:05 +0100
D’Angelico Excel 59 https://guitar.de/lesen/news/d-angelico-excel-59 https://guitar.de/lesen/news/d-angelico-excel-59

D’Angelico veröffentlichen die Modellreihe Excel 59, bei der Old-School-Vibes auf moderne Ansätze treffen und auf einem Entwurf von John D’Angelico von 1959 basiert.

Die Excel-59-Modelle sind mit Seymour Duncan Great Dane P90s ausgestattet. Der Semi-Akustische Korpus besitzt eine laminierte Fichten-Decke sowie Zargen und den Boden aus laminiertem, geflammten Ahorn. Die Excel 59 ist in den Farben Vintage Natural Viola und Black Dog erhältlich.

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Haupteintrag News & Aktuelles Lesen Fri, 12 Mar 2021 12:05:15 +0100
Test: Eastman SB55/v-SV https://guitar.de/lesen/test-technik/test-eastman-sb55-v-sv https://guitar.de/lesen/test-technik/test-eastman-sb55-v-sv

Rock'n'Roll-Maschine

Auf das Nötigste reduziert, das große Vorbild klar im Visier und mit ausgesuchten Komponenten bestückt – das klingt nach einem sinnvollen Ansatz. Nur im Falle einer Gitarre muss ja nicht der Ansatz klingen, sondern eben, naja, ihr wisst schon. Vorhang auf für die Eastman SB55/v-SB!

Ja, die schaut aus wie eine Junior. Klar, wie denn auch sonst? Der Gitarren-Designer bei Eastman Pepijn ’t Hart hat – bevor er überhaupt dran gedacht hat irgendwelche Eckpunkte einer eigenen Junior-Interpretation zu entwerfen –, sage und schreibe 20 alte Juniors aus den Jahren 1955 bis 1958 angespielt. Und da waren gute dabei, schlechte und durchschnittliche, aber eben auch sensationelle. Und damit hätte man dann auch eine Referenz gehabt. Wenn dann noch Faber-Hardware und Jason Lollar von Lollar Pickups mit ins Boot springen, kann kaum noch was schiefgehen. Die SB55 gibt es auch als Doublecut-Variante, die Zutatenlisten unterscheiden sich nicht voneinander. Die Eastman-Jungs weichen in bestimmten Details klar von der Vorlage des Originals ab, so kommt etwa Ebenholz für das Griffbrett anstelle Palisander zum Einsatz. Für den einteiligen (!) Korpus, übrigens mit Pepijns eigenem Design, basierend auf der SB59, und den einteiligen (!!) Hals kommt Okoume zum Einsatz. Dieses Holz aus der Familie der Balsambaumgewächse kennt man auch unter dem Namen Gabun-Mahagoni. Das liegt schlicht daran, dass dieses Holz einen Großteil der aus der Gabunischen Republik exportierten Hölzer ausmacht.

Jetzt aber zurück an die Arbeit, was dem Verfasser im Falle der SB55 nicht sonderlich schwerfällt. Die Singlecut ist beim ersten Rausnehmen aus dem dazugehörenden Koffer direkt ein echtes Leichtgewicht, das Antique-Varnish-Finish ist ein Klassiker bei Eastman, das Sunburst ein echter Hingucker. Das dezente Aging trägt einen guten Teil zum Wohlfühl-Faktor bei. Man kann darüber streiten, ob es sinnvoll ist, neue Gitarren auf alt zu trimmen, anfühlen tut es sich, als hätte man die Geige Jahrzehnte durch die Gegend gezogen. Gleiches gilt für den Hals, ebenfalls aus Okoume, aber eben mit einem tiefschwarzen Ebenholzgriffbrett, was ich persönlich ja ziemlich geil finde. In besagtem Griffbrett sitzen 22 auf Hochglanz polierte und erstklassig verrundete Medium-Jumbo-Bundstäbchen, der Radius des Griffbretts beträgt 12 Zoll, die Mensur 62,8 cm oder 24,75 Zoll – alles ganz klassisch.

Faber-haft!

Der Hals wird natürlich eingeleimt, für den Sattel kommt Knochen zum Einsatz, die Sattelbreite beträgt 42,8 Millimeter, der Sattel ist perfekt gekerbt, da klemmt nicht mal die G-Saite. Und das will was heißen, die klemmt in der Tat gerne, einfach wegen des recht starken Abknickwinkels nach dem Sattel.

In Sachen Hardware greifen die Eastman-Jungs um Pepijn auf Faber zurück, die in Deutschland von Gottfried Fischer entwickelt wird und in Sachen Präzision ganz weit vorne mitspielt. Mal davon abgesehen, dass auch das Aging der Hardware tiptop ausschaut. Die Mechaniken sind Kluson-Typen, die anstelle der weißen Plastikknöpfe des Originals solche aus Metall bekommen haben, die Form ist gleich geblieben. Sie laufen rund und präzise, erledigen ihren Job und sehen klasse aus. Das reicht uns. Am anderen Ende der Saiten findet sich der Endgegner in Sachen Intonation (also, wenn man den Gitarristen aus der Gleichung nimmt) – die Wraparound. Diese simple Brückenkonstruktion hat viele Vorteile (keine mechanischen Teile, keine beweglichen Teile, viel Kontakt zum Korpus), die dem Ton förderlich sind, aber eben auch handfeste Nachteile, hauptsächlich die Justierung der Oktavreinheit. Diese einzustellen ist einfach nur in einem engen Rahmen möglich, die Wrap-around in ihrer Urform ist ja nix anderes als ein Stop-Tailpiece mit drübergeführten Saiten. Es gibt diverse Lösungsansätze, die von integrierten und verstellbaren einzelnen Saitenreitern bis hin zu klar vorgegebenen Auflagepunkten für die Saiten gehen. Der Ansatz der klar definierten Auflagepunkte bietet meiner Meinung nach den besten Kompromiss zwischen der klaren Kante in Sachen Sound und Tonentwicklung einerseits und der bestmöglichen Intonation andererseits. Und die Faber-Wraparound macht das fantastisch! (Checkt die KMS Whiiptail ein paar Seiten weiter hinten, die macht ebenfalls spitzenmäßig!) Anders kann man das nicht sagen. Klar eine TOM ist immer eine Spur präziser einstellbar, aber mehr Rock’n’Roll versprüht die Wraparound. Ist so, da lass ich nicht mit mir reden …

Der Sound

Es gibt Gitarren, mit denen muss man warm werden. Man erkennt vielleicht ihre Qualität auf Anhieb, bis daraus Zuneigung oder gar echte Liebe wird, das dauert mitunter, manchmal wird’s einfach auch gar nix. Die SB55 ist keine davon, die nimmt man (also in diesem Fall spreche ich nur für mich) aus dem Koffer, das Feeling ist gut, es riecht nach Gitarre, der Hals liegt smooth in der linken Hand, ein G-Dur angehauen, das Ding schwängt und der Tester ist begeistert. Wahrlich, Brüder und Schwestern, ich sage euch … Blödsinn, diese Gitarre ist schon ohne Amp so schwingfreudig und attackreich, sie fordert die nächste Note direkt ein und schon beim akustischen Spiel kann man sich grob ausrechnen, wie die SB55 mit einem Amp im Nacken klingt. Also, den AC15 angeschlossen und den Lollar-P-90, der übrigens eher als Medium-Output-Kollege durchgeht, auf den Normal-Kanal losgelassen – es ringt und klingt und perlt und twangt, da geht einem das Hös… ’tschuldigung, das Öhrchen auf. Als Regelmöglichkeiten gibt’s ein Volume- und ein Tone-Poti. letzteres ist ein No-Load-Poti. Das bedeutet, dass am Ende des Regelwegs, wenn das Poti voll aufgedreht ist, es dann quasi komplett aus dem Signalweg genommen wird. Das kann man sich ein wenig wie die 11 bei Spinal Tap vorstellen. Auf 9 ist alles ganz normal, wenn man einen Extra-Push braucht, dann dreht man auf 10 auf. Rein haptisch macht sich das durch einen kleinen Widerstand beim Drehen bemerkbar, was einem beinahe das Gefühl eines Boost-Schalters gibt. Dann brüllt einen die SB55 gerade in Verbindung mit einem Overdrive-Pedal an und knallt ein richtiges Brett raus. Kleinste Veränderungen der Anschlagsposition und der Poti-Stellungen lassen eine breite Palette an Sounds entstehen, über begrenzte Möglichkeiten kann man sich hier nur beklagen, wenn man nicht Willens ist, sich mit der SB55 zu beschäftigen. Am Hals angeschlagen, Tone-Poti auf 5 und es kommt einem aus dem Lollar-P-90 ein schmatzender Sound in Neck-Pickup-Manier entgegen. Zugegeben, eine solche Gitarre ist in vielerlei Hinsicht eine Gitarre, die Akzente setzen kann, die im Studio eine zusätzliche Farbe ist, aber wenn man sich hinsetzt und sich damit beschäftigt, dann kann sie so viel mehr. Ihr wollt noch einen Beweis absoluter Detailverliebtheit. Ok, das Pickguard ist nicht aus Plastik, sondern aus einem Material, das nahezu an das originale Bakelit (quasi der Vorgänger heutigen Plastiks) rankommt.

Das bleibt hängen

Die SB55v/SB ist ein Volltreffer. Die Verarbeitung ist spitzenmäßig, Hardware und Pickup sind erstklassig. Klangausbeute und Tonentfaltung sind so viel größer und vielseitiger, als es die simple Konstruktion vermuten lässt, der Verfasser kann an dieser Stelle nur empfehlen, einen Griff zu riskieren. Das Risiko sich zu verlieben ist hoch, sollte aber gewagt werden.

Text & Fotos: Stephan Hildebrand

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Haupteintrag Test & Technik Lesen Fri, 12 Mar 2021 11:40:39 +0100
Neue Effekte bei Eventide: MicroPitch & UltraTap https://guitar.de/lesen/news/neue-effekte-bei-eventide-micropitch-ultratap https://guitar.de/lesen/news/neue-effekte-bei-eventide-micropitch-ultratap

Eventide veröffentlichen die neuen Effektpedale MicroPitch & UltraTap, die zuvor nur als Algorithmen verfügbar waren und nun als Standalone-Pedale erhältlich sind.

Mit dem Eventide UltraTap lasssen sich Multi-Tap-Effekte wie rhythmische Delays, schräge Reverbs oder ausufernde Swells erzeugen, auch Pad-Flächen sollen problemlos machbar sein. Auf dem UltraTap lassen sich bis zu 127 Presets speichern, dabei lassen sich fünf Presets über den aktiven Fußschalter per Latch/Momentary-Funktion abrufen.

Das Eventide MicroPitch ist ein Delay-Pedal, das urspringlich in den Harmonizern H910, H949 und H3000 erhältlich war. Mit dem MicroPitch lässt sich der Sound sowohl subtil verbreitern als auch extrem modulieren – dies lässt sich mit Hilfe von positiven und negativen Hüllkurven erreichen. Zudem steht die Auswahl zwischen verschiedenen Bypass-Optionen wie Buffered, Relay, DSP+FX oder Kill Dry.

Das Eventide UltraTap ist ab dem 13. April und das Eventide MicroPitch ab sofort erhältlich.

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Haupteintrag News & Aktuelles Lesen Fri, 12 Mar 2021 11:24:42 +0100
Rock im Park, Rock am Ring und weitere Festivals für 2021 abgesagt https://guitar.de/lesen/news/rock-im-park-rock-am-ring-und-weitere-festivals-fuer-2021-abgesagt https://guitar.de/lesen/news/rock-im-park-rock-am-ring-und-weitere-festivals-fuer-2021-abgesagt

Aufgrund der Covid-19-Pandemie wurden die Festivals Deichbrand, Hurricane, Southside, Rock am Ring, Rock im Park, SonneMondSterne und Greenfield für 2021 abgesagt. Dies teilte Eventim Live, das Promoter-Netzwerk von CTS Eventim in einer Pressemitteilung mit.

Klaus-Peter Schulenberg, CEO von CTS Eventim äußert sich zu der Absage wie folgt:

„Wir bedauern die Absage sehr und teilen die Enttäuschung aller Beteiligten. Aber Sicherheit und Schutz der Gesundheit von Fans, Künstlern, Festival-Teams und Partnern gehen selbstverständlich vor. Klar ist aber auch, dass die weiterhin unsichere Lage die dramatische wirtschaftliche Situation der Livemusik-Branche weiter verschärft. Wir arbeiten auf vielen Ebenen daran, dass Livekultur möglichst schnell und sicher auf die Bühne zurückkehren kann.“

Laut Eventim soll der Fokus nun auf dem Festivalsommer 2022 liegen. Wir halten euch über die aktuellen Entwicklungen weiterhin auf dem Laufenden.

Hier könnt ihr die Pressemitteilung nachlesen:

https://corporate.eventim.de/

Foto: Rock im Park / Matthias Muelhausen

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Haupteintrag News & Aktuelles Lesen Wed, 10 Mar 2021 16:19:10 +0100
C2C Country To Country Festival - Best Of 2020 Livestream https://guitar.de/lesen/news/c2c-best-of-2020-livestream https://guitar.de/lesen/news/c2c-best-of-2020-livestream

Aufgrund der anhaltenden Covid-19-Pandemie findet dieses Jahr das C2C-Festival nicht statt. Stattdessen wird auf der C2C-Facebook-Seite am 13. März um 20 Uhr ein Best-Of-Programm des C2C-Festivals 2020 gestreamt.

Unter anderem sind mit dabei:

Lindsay Ell, The Cadillac Three, Luke Combs, Kyle Daniel und viele weitere spannende Country-Künstlerinnen und Künstler.

Hier geht es zum Stream:
​https://www.facebook.com/Country2CountryDACH

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Haupteintrag News & Aktuelles Lesen Wed, 10 Mar 2021 12:25:11 +0100
König & Meyer mit TOP-100-Siegel ausgezeichnet https://guitar.de/lesen/news/koenig-meyer-mit-top-100-siegel-ausgezeichnet https://guitar.de/lesen/news/koenig-meyer-mit-top-100-siegel-ausgezeichnet

Der Musik-Zubehör-Hersteller König & Meyer aus Wertheim, Baden-Württemberg wurde mit dem Top-100-Siegel ausgezeichnet, das an besonders innovative mittelständische Unternehmen aus Deutschland verliehen wird. Hervorgehoben wird von der Jury die Reaktion des Unternehmens auf die Covid-19-Pandemie.

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Haupteintrag News & Aktuelles Lesen Wed, 10 Mar 2021 12:16:02 +0100
Gibson Custom Shop startet The Murphy Lab https://guitar.de/lesen/news/gibson-custom-shop-startet-the-murphy-lab https://guitar.de/lesen/news/gibson-custom-shop-startet-the-murphy-lab

Mit dem Murphy Lab startet der Gibson Custom Shop in Nashville eine neue Abteilung, die sich komplett dem Aging von Gitarren widmet. Geleitet wird diese von Master Artisan Tom Murphy, der bereits seit 25 Jahren im Bereich des Agings tätig ist und bereits die Instrumente von Joe Walsh, Billy Gibbons, Eric Clapton, Jimmy Page und vielen weiteren Größen aus dem Musikbusiness. Das Murphy Lab bietet Aging-Grade von Ultra Light bis Ultra Heavy an.

Zudem präsentieren Gibson die Murphy Lab Collection aus dem Gibson Custom Shop. Dabei handelt es sich um 50 verschiedene Historic Reissue Modelle, die laut Gibson nicht nur eine Hommage an die historischen Modelle der Gibson Golden Era darstellen, sondern direkte Ebenbilder sein sollen.

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Haupteintrag News & Aktuelles Lesen Wed, 10 Mar 2021 10:43:33 +0100
Neues Album: Gary Moore – How Blue Can You Get https://guitar.de/lesen/news/neues-album-gary-moore-how-blue-can-you-get https://guitar.de/lesen/news/neues-album-gary-moore-how-blue-can-you-get

Mascot Label Group veröffentlichen am 30. April posthum das neue Album  How Blue Can You Get mit bisher unveröffentlichtem Material von Gary Moore, der 2011 verstorben ist.

Der Fokus liegt dabei weiterhin auf dem Blues, den Gary Moore mit seinem Erfolgsalbum Still Got The Blues 1990 eingeschlagen hat. Auf How Blue Can You Get befindet sich deshalb auch ein Cover von Freddie Kings „I’m Tore Down“, das auch fest zu Gary Moores Liverepertoire gehört hat.

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Haupteintrag News & Aktuelles Lesen Mon, 08 Mar 2021 12:06:00 +0100
Red Panda Bitmap V2 https://guitar.de/lesen/news/red-panda-bitmap-v2 https://guitar.de/lesen/news/red-panda-bitmap-v2

Red Panda veröffentlichen mit dem Bitmap V2 einen Bitcrusher mit Fractional-Bit-Reduzierung für einen „Videospiel-Sound“ und Sample-Rate-Modulation, die von subtilen Bewegungen hin zu neuen Klangtexturen den Sound noch einmal verändert. Damit lassen sich Signale extrem digital Verzerrung, wodurch es zu dem angesagten Bitcrusher-Effekt kommt. Per Drive-Steuerung kann man flexibel von Single-Coil-Gitarren bis hin zu Synthesizern das Eingangssignal steuern lässt.

Der Red Panda Bitmap V2 ist ab sofort für 369 Euro erhältlich.

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Haupteintrag News & Aktuelles Lesen Thu, 04 Mar 2021 16:25:10 +0100
Joanna Connor veröffentlicht neues Album https://guitar.de/lesen/news/joanna-connor-veroeffentlicht-neues-album https://guitar.de/lesen/news/joanna-connor-veroeffentlicht-neues-album

Foto: Allison Morgan

Mit 4801 South Indiana Avenue veröffentlichte die aus Chicago stammende Slide-Gitarristen Joanna Connor letzte Woche ihr 14. Studioalbum. Es erscheint auf Joe Bonamassas eigenem Independent-Plattenlabel Keeping The Blues Alive. Bonamassa hat darüber hinaus bei den Aufnahmen in den Ocean Way Recording Studios in Nashville, Tennesse als Produzent fungiert.

Joanna hat in ihrem Leben schon mit Größen wie James Cotton, Buddy Guy, Jimmy Page und Junior Wells gespielt. In den 1980er Jahren debütierte sie in Chicagos führendem Blues-Club Kingston Mines und spielte dort seither drei Abende pro Woche, zwischen den Auftritten in größeren Clubs und auf Festivals, bevor sie Anfang des Jahres wie so viele Künstler von der Pandemie betroffen wurde.

Joanna führt aus: „Wir haben den Albumtitel 4801 South Indiana Avenue gewählt, weil es die tatsächliche Adresse des heiligen, funky Blues-Heiligtums 'Theresa's Lounge' war. Wir möchten, dass der Hörer die Tür zur Lounge öffnet, hinein geht und etwas von der Magie spürt, die ein Ort wie dieser, Nacht für Nacht mit versprüht hat.“

Hier könnt ihr die erste Single „I Feel So Good“ anchecken:

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Haupteintrag News & Aktuelles Lesen Thu, 04 Mar 2021 15:02:37 +0100
guitar-Podcaster, Folge 29: Jared James Nichols, Leslie West & Wraparounds https://guitar.de/podcasts/guitar-podcaster-folge-29-jared-james-nichols-leslie-west-wraparounds https://guitar.de/podcasts/guitar-podcaster-folge-29-jared-james-nichols-leslie-west-wraparounds

Marcel und Stephan plaudern aus dem Redaktionsalltag beim guitar-Magazin und kommentieren bei einem Bierchen bester Brauart ungefragt aktuelle Musikthemen, besprechen die Platten des Monats und führen 19-Zoll-Gespräche über Pickups, Saiten, Gitarren, Amps und alles, was sonst noch so mit dem Gitarristen-Leben zusammenhängt – die eine oder andere Anekdote eingeschlossen, die beiden waren nämlich auch mal jung. Ein Kölner und ein Schwabe in Bayern über Gitarren, DIY und den Musiker-Alltag – eieieiei!

Die Themen dieser Folge: guitar 3/21-Highlights, Jared James Nichols, Leslie West, Wrap-Arounds & Bier mit Billy Gibbons

guitar 3/21 könnt ihr hier bestellen:
https://ppvmedien.de/Guitar-03-2021-Printausgabe-oder-E-Paper

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Haupteintrag Podcast Thu, 04 Mar 2021 11:52:44 +0100
Fender Ben Gibbard Mustang https://guitar.de/lesen/news/fender-ben-gibbard-mustang https://guitar.de/lesen/news/fender-ben-gibbard-mustang

Fender veröffentlicht in Zusammenarbeit mit Death-Cab-For-Cutie-Gitarrist Ben Gibbard im Rahmen der Artist Signature Series das Modell Ben Gibbard Mustang.

Dabei orientiert sich Fender an den modifizierten Mustang-Modellen aus den siebziger Jahren, die Ben Gibbard stets auf Tour begleiten und mit sinnvollen Features erweitert wurden. So sorgt der gekammerte Esche-Korpus für ein reduziertes Gewicht und eine bessere Resonanz. Ausgestattet ist die Ben Gibbard Mustang zudem noch mit Custom-Vintage-Inspired-Ben-Gibbard-Tonabnehmern. Ausgeliefert wird die Ben Gibbard Mustang zusammen mit einem Fender Gig Bag zum Preis von 1099 Euro.

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Haupteintrag News & Aktuelles Lesen Wed, 03 Mar 2021 12:13:14 +0100
Premium Matched und selektiert: TAD 6L6GCM-STR Redbase https://guitar.de/lesen/news/premium-matched-und-selektiert-tad-6l6gcm-str-redbase https://guitar.de/lesen/news/premium-matched-und-selektiert-tad-6l6gcm-str-redbase

Tube Amp Doctor präsentieren mit der TAD 6L6GCM-STR Redbase die erste Röhre der TAD-Redbase-Serie, die sich laut Hersteller durch kraftvolle und definierte Bässe sowie klaren, unaufdringlichen und transparenten Höhen auszeichnet. So soll die TAG 6L6GCM-STR als ein Update für jeden Verstärker verstanden werden, der Röhren des Typs 6L6GC oder 5881 verwendet.

Die TAD 6L6GCM-STR Redbase ist ab 34,90 Euro beim Tube Amp Doctor erhältlich.

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Haupteintrag News & Aktuelles Lesen Wed, 03 Mar 2021 12:10:53 +0100
Two notes CAB M+ Update https://guitar.de/lesen/news/two-notes-cab-m-update https://guitar.de/lesen/news/two-notes-cab-m-update

Two notes updaten nun auch die werkseitig ausgelieferten Modelle der Speaker/Mikrofonsimulation CAB M auf CAB M+. Das Update war zunächst nur als Download verfügbar – ab März werden alle CAB-M-Modelle in der aufgewerteten „+“-Variante ausgeliefert.

Die Features der „+“-Version enthalten einen cleanen Preamp, einen Audio Enhancer, einen Tuner sowie zusätzliche Hall-Effekte und ein Noise-Gate. Besitzer vom CAB M können ihr Gerät unter folgendem Link kostenlos updaten:

https://www.two-notes.com/torpedo-cab-m

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Haupteintrag News & Aktuelles Lesen Tue, 02 Mar 2021 15:08:44 +0100
Fender Custom Prestige Collection - Acrylic Jazzmaster https://guitar.de/lesen/news/fender-custom-prestige-collection-acrylic-jazzmaster https://guitar.de/lesen/news/fender-custom-prestige-collection-acrylic-jazzmaster

Fender veröffentlichen ihre neue Fender Custom Shop Prestige Collection, mit der Fender Master Builders ihre einzigartigen Unikate vorstellen.

Den Anfang macht Scott Buehl mit der Acrylic Jazzmaster. Buehl hat in den letzten Jahren bereits Erfahrung mit Gitarren aus Akryl gesammelt, die Acrylic Jazzmaster ist allerdings die erste Offset-Gitarre. Dabei orientiert sich das Modell an den Konturen einer Jazzmaster. Ausgestattet ist die Acryl Jazzmaster zudem mit handgewickelten Josefina-Pickups und einer RSD-Jazzmaster-Bridge.

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Haupteintrag News & Aktuelles Lesen Tue, 02 Mar 2021 14:46:06 +0100
Test: ESP USA M-I NTB TOM Cosmos https://guitar.de/lesen/test-technik/test-esp-usa-m-i-ntb-tom-cosmos https://guitar.de/lesen/test-technik/test-esp-usa-m-i-ntb-tom-cosmos

Wenn der Redakteur die Worte ESP und USA in Verbindung bringt und freundlich zu einer Testanfrage formuliert, muss in der Regel nicht lange nachgedacht werden. Genau genommen wird dann mit der Antwort nicht mal bis zur Typenbezeichnung gewartet, schließlich kommt einem so ein Gerät nicht alle Tage unter die Finger. Auch der Paketbote scheint etwas erstaunt, so schnell wurde ihm die Tür wohl selten geöffnet.

Aus dem Karton schält sich der ESP-typische, rechteckige Form-Fit-Koffer mit aufgenieteter ESP-USA-Plakette. Das tiefblaue, plüschige Innenleben schmiegt sich perfekt an die Kontur der Gitarre an und im Deckel findt sich nochmals das ESP-USA-Logo, diesmal in gestickter Form. Neben dem eigentlichen Testobjekt findet sich im Koffer noch das Echtheitszertifikat, ein Mikrofasertuch, Einstellschlüssel, ein Aufkleber und das Datenblatt, sowie natürlich die passenden Gurtgegenstücke zu den verbauten Schaller Strap-Locks.

Jubiläum ...

Zum 45-jährigen Bestehen von ESP zaubert der Shop im Norden Hollywoods das sehr spezielle Cosmos-Finish auf ihre bekannten Modelle. Auf die durchgehend schwarze Lackierung werden von Hand feinste Metallic-Pigmente aufgebracht, so dass jede Gitarre ein Unikat darstellt. Mit den Farben Blau, Lila, Türkis, Gold-Orange und Silber geht es hier bunt zur Sache und aus etwas Distanz fühlt man sich an Bilder des Teleskops „Hubble“ erinnert. Understatement geht sicher anders, aber warum sollte zu einem Firmenjubiläum auch der nächste Schwarzton optimiert werden, man will zeigen was Sache ist. ESP USA bieten für ihre Gitarren diverse Optionen an, angefangen von Deckenhölzern über Farben, Hardware etc., bei Interesse empfehle ich einen Besuch auf der Website, es lohnt sich. Jetzt wollen wir aber mal sehen, womit wir es unter der glänzenden Oberfläche zu tun haben.

... mit besten Zutaten ...

Der durchgehende, dreistreifige Ahornhals bildet den Kern des Instruments und präsentiert sich äußerst verwindungssteif. Das Ebenholzgriffbrett und die Reverse-Kopfplatte sind mit einem einlagigen, weißen Kunststoff-Binding eingefasst und schärfen die ohnehin aggressive Silhouette nochmal zusätzlich. Im dunkelbraunen Griffbrett mit gleichmäßiger Maserung finden wir Offset-Block-Inlays, an der Griffbrettflanke sorgen schwarze Punkteinlagen zur Orientierung. Die 24 Extra-Jumbo-Edelstahlbünde sind auf Hochglanz poliert und an den Kanten perfekt verrundet. Für die Stimmung sorgen Sperzel-Trimlok-Tuner, deren Locking-Funktion über ein Daumenrad auf der Rückseite nutzbar ist. Dazu gesellt sich noch ein perfekt bearbeiteter Knochensattel. Am anderen Ende findet sich eine TonePros-T3BT-Brücke in bewährt hoher Qualität. Diese ist mit zwei kleinen Madenschrauben an ihren Haltebolzen fixiert, so dass nichts rappelt oder beim Saitenwechsel ein Eigenleben entwickeln könnte. Die Saiten werden von hinten durch den Korpus geführt, so ist sichergestellt, dass die Saiten auf der Brücke ordentlich Anpressdruck entwickeln.

... und doch so einfach

Die Tonwandlung übernimmt ein einzelner EMG 81X mit einer polierten Kappe in Schwarz-Chrom, ein Volume-Poti ist alles was man braucht. Einfach und schlicht ist ja oft ein guter Denkansatz, und wer sich mehr wünscht, wird erneut auf der Homepage fündig. Die X-Serie von EMG wurde laut Hersteller im Dynamikumfang ordentlich erweitert, ohne die klassischen Gene des etablierten EMG 81 zu verleugnen ... wir werden sehen und sind gespannt. Ihnen wird ja oft eine gewisse klinische Ausdruckslosigkeit nachgesagt, nun ja, wie immer im Bereich des künstlerischen Schaffens sind Geschmäcker und vor allem Anforderungen verschieden. Unzählige Alben mit EMGs verleiten die tobenden Massen zu heftigstem Kopfnicken, da hätte sich jetzt bei mir noch keiner über einen klinischen Sound beschwert.

Die Batterie kann über ein Flip-over-Batteriefach mit nur einem Druck geöffnet und sekundenschnell getauscht werden, eine absolut hochwertige Lösung ohne viel Gefummel und billigem Plastik. Zu guter Letzt finden wir, versenkt in der Zarge, die Klinkenbuchse im Strat-Blech. Ebenfalls eine elegante Lösung, so wird das Kabel im Winkel nach oben herausgeführt und kann zur Zugentlastung gut hinter den Gurt gelegt werden, während der Klinkenstecker weniger mechanischen Belastungen ausgesetzt ist. Ich sag nur „Power-Pose“, da kommt man sich beim klassischen Zargenblech schon mal in die Quere.

Perfektion?

Die Verarbeitungsqualität bewegt sich durchgehend auf höchstem Niveau, das pingelige Auge des Testers kann schlicht keinen Makel finden. Ganz weit vorne ist die Werkseinstellung. Hier zeigt sich, wie viel Zeit und Liebe zum Detail tatsächlich im Spiel war. Saitenlage und Spielgefühl sind schlicht über jeden Zweifel erhaben, die an den Tag gelegte Präzision ist wahrlich beeindruckend. Das schlanke Halsprofil schmiegt sich sportlich-mondän in die Greifhand, schnelle Lagenwechsel sind dank der makellosen Bearbeitung der Bundenden ein Leichtes. Die spiegelnd polierten Bündstäbchen machen Bendings zu einem Kinderspiel und die Korpuskonturen mit gewohnter Armauflage und Rippenspoiler schmiegen sich bestens austariert an den Spieler. Auch der auf Hochglanz polierte Hals wird nach längerem Spiel nicht unangenehm, haptisch passt hier einfach alles. Der akustische Klangeindruck besticht, der Mahagoni-Korpus sorgt im Verbund mit dem Ahornhals für ein feingliedrig aufgelöstes Klangbild mit bester Saitentrennung und glitzernden Höhen. Obwohl die Werksbesaitung mit einem .009 - .042er Satz recht dünn ausfällt, werden erstaunlich breite, aber ordentlich aufgeräumte Bässe präsentiert. Das Sustain ist über jeden Zweifel erhaben, die gesamte Konstruktion ist äußerst schwingfreudig und klingt gleichmäßig aus.

One-Trick-Pony?

Wie man der elektrischen Ausrichtung schon entnehmen kann, richtet sich die M-I nicht unbedingt an den Jazzer und Country-Picker, also wollen wir dem Amp doch gleich mal eine ordentliche Portion Zerre entlocken um einen gelungenen Einstieg zu schaffen. Einmal durch das Hard & Heavy-Portfolio geprügelt muss man einräumen: Ja, genau so, nicht anders. Hier verschmelzen alle Komponenten zu einem großen Ganzen und bieten Sound und Spielgefühl der Extraklasse. Schnelle, singende Linien über alle 24 Bünde werden ebenso perfekt in Szene gesetzt wie harte Rhythmusarbeit. Die vorherrschende Präzision in der Wiedergabe erzwingt sauberes Spiel und der EMG 81X fräst sich durch jeden Mix. Hier ist nichts klinisch oder flach, unterschiedliche Picking-Techniken werden mit hervorragender Dynamik in Szene gesetzt, die ganze Gitarre hängt an den Fingern und macht einfach Laune. Die Arbeit am Volume-Poti geht geschmeidig von der Hand und lässt diverse Sound-Optionen zu. Auch unverzerrt ändert sich nichts an der großartigen Darstellung, so bekommt man auch hier ein breites Feld an Möglichkeiten geboten.

Das bleibt hängen

Hier erlebt man Gitarrenbau auf höchstem Niveau. Die Selektion der Einzelkomponenten ergibt eine Gitarre der Extraklasse, wie man sie nur selten erlebt. Der Spaß ist natürlich nicht günstig, und gerade im High-End-Segment werden die Unterschiede immer geringer, aber mit viel Liebe zum Detail ist doch noch irgendwo ein Quäntchen mehr raus zu kitzeln. Absolutes Top-Niveau, schade das die nicht in meinem Wohnzimmer hängt.

Fotos: Phil Zeppenfeld

Bilder: Markus Kaffka

 

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Haupteintrag Test & Technik Lesen Fri, 26 Feb 2021 13:58:09 +0100
24. Schorndorfer Gitarrentage https://guitar.de/lesen/news/24-schorndorfer-gitarrentage https://guitar.de/lesen/news/24-schorndorfer-gitarrentage

Dieses Jahr findet die 24. Auflage der Schorndorfer Gitarrentage vom 11.  bis 16. Mai im Club Manufaktur Schorndorf statt. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation und den geltenden Hygienevorschriften werden die Schorndorfer Gitarrentage in kompakter Form ausgerichtet. Nichtsdestotrotz bekommen die Konzertbesucher und Workshopteilnehmer ein hochkarätiges Lineup mit Künstlern wie Alexandr Misko, Jule Malischke, dem Erja Lyytinen Trio und vielen weiteren spannenden Musikern geboten.

Detaillierte Beschreibungen zu allen Kursen, den jeweiligen Dozenten und Informationen zum Konzertprogramm befinden sich auf der Homepage www.schorndorfer-gitarrentage.de. Tickets gibt es in Kürze online unter reservix.de und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Weitere Informationen direkt beim Veranstalter, Kulturforum Schorndorf e.V., Karlstr. 19, 73614 Schorndorf, Tel. 07181/99 27 940, E-Mail: gitarre@schorndorfer-gitarrentage.de und unter schorndorfer-gitarrentage.de.

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Haupteintrag News & Aktuelles Lesen Fri, 26 Feb 2021 12:23:48 +0100