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Interview: Chelsea Wolfe

Chelsea Wolfe ist zurück und hat ihren faszinierenden Stilmix aus Indie-Rock, Goth, Folk und Metal nun um allerhand elektronische Sounds erweitert. Wir haben mit der Musikerin über das neue Album She Reaches Out To She Reaches Out To She und mehr gesprochen.

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(Bild: Ebru Yildiz)

Bist du schon gespannt, wie das neue Album bei deinem Publikum ankommen wird?

Ich hoffe einfach, dass es bei den Leuten einen Nerv trifft und ihnen mit den Dingen hilft, über die ich auf dem Album singe: große Veränderungen im Leben anzugehen, sich von dem zu lösen was einem schadet und sich auf den eigenen Weg zu begeben.

She Reaches Out To… schlägt nach Hiss Spun und Birth Of Violence einmal mehr eine ganz andere, elektronischere Richtung ein. Hattest du diesen Sound bereits im Sinn als du die Songs geschrieben hast oder kam das im Zuge der Aufnahmen?

Die Songs hätten mit einem anderen Produzenten deutlich heavier ausfallen können, aber mit Dave Sitek (TV On The Radio, Yeah Yeah Yeahs, Foals) haben sie eine deutliche Verwandlung erlebt. Er hat einen ganzen Raum voller Synthesizer und eine Wand aus modularen Systemen, durch die wir viele der Instrumente geschickt haben. Ich war sehr offen für das elektronische Gefilde, in das die Songs gebracht wurden und habe darauf vertraut, dass es so geschehen musste.

Wie ist das Album entstanden? Mit deiner Converge-Kollaboration Bloodmoon und dem Soundtrack für den Film X warst du in den letzten Jahren ja ohnehin sehr beschäftigt.

Ich habe direkt nach Birth Of Violence angefangen an diesen Songs zu arbeiten und hatte vor mich mit meiner Band zusammenzusetzen, wenn ich von meiner für März 2020 geplanten akustischen Europa-Tour zurück wäre – diese Tour hat wegen Covid jedoch nie stattgefunden. Es war leichter Kollaborationen wie Bloodmoon oder den X-Soundtrack aus der Ferne zu realisieren, aber ich wusste, dass ich für das kommende Album mit meinen Bandmitgliedern und einem Produzenten gemeinsam im Studio arbeiten wollte, also musste ich mich gedulden. Und sogar als wir im Dezember 2021 endlich im Studio waren, hat jemand im Team Covid bekommen und wir mussten nach nur einem Tag wieder heimgehen und konnten erst 2022 wieder starten. Es gab viele Stopps und Neustarts – es war wirklich eine Herausforderung.

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(Bild: Ebru Yildiz)

Wie verlief die Arbeit mit Dave Sitek? Warum fiel die Entscheidung auf ihn als Produzenten?  

Er hatte ein Verständnis für die Songs und er wusste, dass ich eine Musikerin bin, die gerne in neue Richtungen vorstößt.  Deshalb fand er es denke ich spannend mir auf diesem Weg zu helfen. Ich bin definitiv auch ein Fan seiner Arbeit, was auch der Grund war warum wir in erster Linie Kontakt aufgenommen haben.

Trotz der vielen Stile, die du mit deiner Musik erkundest, fühlen sich deine Songs aufgrund ihrer unverwechselbar düsteren Stimmung immer kohärent an. Wie erschaffst du diese besondere Atmosphäre, ohne in Klischees zu verfallen?

Ich singe über die Wirklichkeiten der Welt und des Herzens. Leider ist es, wie ich finde, nicht schwer Dunkelheit in dieser Welt zu finden. Daher berichte ich einfach auf einer persönlichen Ebene von diesen Wahrheiten. Ich erzähle keine Geistergeschichten, nur damit es gruselig wird.

Ist es für dich und deine Band eine Herausforderung, die neuen Songs mit ihren elektronischen Elementen live zu spielen?

Am Anfang war es durchaus eine Herausforderung das neue Live-Set zu konzipieren, aber wir haben uns in den Proben eingespielt. Wir sind noch immer eine vierköpfige Band mit Drums und Gitarre, haben aber ein paar Elemente wie einen SOMA Pulsar bei Ben [Cisholm, Bass, Synths], ein Roland SPD neben Jess [Gowries] Schlagzeug und ein paar neue Pedale auf Bryan [Tulaos] Board hinzugefügt, um die Sounds des Albums emulieren zu können.

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(Bild: Chelsea Wolfe)

Wie sieht dein aktuelles Live-Setup aus?

Zurzeit spiele ich meine Gretsch [G6609 Players Edition Broadkaster], eine Dunable [Gnarwhal] und eine Gibson 335. Auf meinem Pedalboard befinden sich in der Regel ein Earthquaker Devices Speaker Cranker, Acapulco Gold oder Talons sowie ein Dispatch Master Reverb und ein Death By Audio Apocalypse. Als Amp nutze ich einen Fender Bassbreaker und wenn ich akustisch spiele, setze ich auf eine Taylor 416ce.

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(Bild: Chelsea Wolfe)

Im Laufe deiner Karriere hast du bereits mit einigen spannenden Künstlern wie Converge, Deafheaven oder Aaron Turner von Isis/Sumac zusammengearbeitet – mit wem würdest du gerne arbeiten, hattest dazu aber bisher noch nicht die Gelegenheit?

Spontan fallen mir Full Of Hell, Lindy-Fay Hella, Nick Cave, Waren Ellis und Thom Yorke ein.

 

Bruno Wolf

 

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