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Fame MFX-AC Rig, MFX-3 OD Rig, MFX-6 Ultra Rig

Fame, die Hausmarke des Music Store aus Köln, ist bekannt dafür, eine besonders große Bandbreite an Instrumenten und Zubehör für wenig Geld anzubieten. Nun befinden sich im Angebot auch drei Multieffektgeräte: Das MFX-AC Rig richtet sich an Akustikgitarristen, das MFX-3 OD Rig und das MFX-6 Ultra Rig ist für E-Gitarristen gedacht. Nicht nur Effekt-Anfänger oder Gitarristen mit schmalem Budget kommen hier auf ihre Kosten.

Beim Anblick der drei schlichten Verpackungs-boxen kann man kaum glauben, dass sich darin jeweils ein Multieffekt-Gerät befindet. Hat man die knapp dimensionierte Verpackung einmal geöffnet, erblickt man tatsächlich – an der Ausstattung gemessen – sehr handliche Geräte.

Das MFX-AC leuchtet in schicker Bronze-Optik und wirkt auch dank der übersichtlich angeordneten Bedienelemente optisch hochwertig. Das MFX-3 OD in sattem Schwarz muss mit kleineren Drehreglern auskommen, was den zusätzlichen Einstellungsmöglichkeiten der einzelnen Effekte geschuldet ist. Ebenso ist es beim größten Effektgerät dieses Tests: 20 kleine Drehregler teilen sich die Bedienung der sechs per Trittschalter bedienbaren Effekte (inklusive Tuner) auf.

Das silberne MFX-6 Ultra Rig wirkt dadurch auf den ersten Blick etwas unübersichtlich, jedoch macht die Aufteilung Sinn und bedarf nur wenig Einarbeitungszeit. Im Lieferumfang enthalten sind bei allen Geräten ein 9V-DC-Netzteil, kleine Aufklebe-Gummigleiter für die Unterseite und ein kurzes Aux-Kabel.

MFX-AC Rig

Das MFX-AC Rig bedient die Freunde der Westerngitarre, die den Klang ihres Instruments etwas abstimmen oder modulieren wollen. So findet sich am linken Rand des Effektgerätes die „Delay/Reverb“-Sektion, die wie alle Effekte per Trittschalter aktiviert wird. Der einzelne Drehregler ist hierbei für zwei Funktionen zuständig. Dreht man von zwölf Uhr gegen den Uhrzeigersinn, wird das recht gut klingende Delay aktiviert und dessen Abstand geregelt.

Im Uhrzeigersinn gedreht ertönt ein satter Hall, der ebenfalls hochwertig klingt und bei Vollausschlag beherzt eingreift. An zweiter Position befindet sich der Chorus-Effekt, der allerdings nur in der Intensität regelbar ist. Klanglich ist dieser ebenfalls nicht von schlechten Eltern. Die anschließende Klangregelung beinhaltet neben dem Volume-Regler einen Bass- und einen Treble-Drehregler. Zusätzlich können dank eines Notch-Reglers mittels eines schmalen Frequenzbands unerwünschtes Feedback oder wummernde Tiefmitten beschnitten werden.

Ganz rechts am Pedal ist der „Normal/Bright“-Switch verbaut. Beim Aktivieren werden nicht nur die Höhen angehoben, sondern auch die Mitten leicht abgesenkt, was für eine präszise Definition sorgt.

Unabhängig davon befindet sich direkt darüber der Gain-Regler, welcher in Kombination mit dem Volume-Poti jede Vorstufe eines angeschlossenen Verstärkers ins Schwitzen bringen kann. Tatsächlich ist auch der Betrieb mit einer E-Gitarre durch dieses Effektgerät möglich und klingt dabei überraschend gut.

MFX-3 OD Rig

Mit drei verschiedenen Effekten ausgestattet, präsentiert sich das Fame MFX-3 OD Rig. Zuerst findet sich wieder die Delay-Sektion, wobei hier der Anteil des Effekts im Signal, das Feedback (also die Länge des Ausklangs) und die Zeit des Delays abgestimmt werden können.

So ist auch der eigenständige Chorus-Effekt bei diesem Pedal in Geschwindigkeit, Tiefe und natürlich dem Anteil am Signal einstellbar. Diese zusätzlichen Einstellungsmöglichkeiten geben den sowieso schon gut klingenden Modulations-Effekten weitere Anwendungsmöglichkeiten, die für viele Musikstile geeignet sind.

Distortion satt

Statt einer EQ-Sektion wie beim MFX-AC findet man hier nun einen Distortion-Effekt. Dieser ist per Volume-, Tone- und Gain-Regler justierbar. Allerdings erfordert der Zugriff auf die Sounds etwas mehr Aufwand als bei den beiden Kollegen, hier muss man ein wenig in die Details der Effekte einsteigen. Bei niedriger Gain-Einstellung und leicht überfahrenem Preamp am Verstärker bekommt man Ergebnisse, die einen in Sachen Kompression und Gain deutlich weiterbringen und aus einem Crunch-Kanal ruckzuck ein kräftiges High-Gain-Monster machen. Höhere Zerrgrade im Clean-Kanal sind eher wenig organisch, was allerdings typisch für Distortionpedale ist. Was man auch mal ausprobieren kann, ist das Verwenden des OD Rigs als Preamp, also quasi im FX-Loop des Amps.

Zusätzlich bietet die integrierte Effektschleife die Möglichkeit, weitere Effektpedale zwischen Distortion und der Chorus-Sektion einzufügen oder das MFX-3 OD Rig per 4-Kabel-Methode in eure bestehenden Rigs einzuschleifen.

MFX-6 Ultra Rig

Die umfangreichste Multieffekt-Lösung bietet das MFX-6 Ultra Rig. Während die Delay-, Chorus- und Distortion-Sektionen gleich aufgebaut sind wie beim OD Rig, gesellen sich hier eine fein einstellbare Reverb-Sektion mit zusätzlichem Dwell-Regler, eine „Overdrive/Boost“-Schaltung und ein äußerst brauchbarer Tuner dazu.

Anders als beim MFX-AC kann hier der Hall anteilig zum Signal und in der Länge der Hallfahne bearbeitet werden. Der Klang des Halls ist wie beim zuerst getesteten Multi-Pedal einwandfrei und bietet echte Raumerlebnisse. Per Kippschalter lässt sich entweder der Boost, oder aber die Overdrive-Funktion anwählen. Ersterer kann durch Bass-, Tone-, Gain- und Volume-Regler eingestellt werden. Die Drehregler des Overdrives sind in Drive, High, Low und Volume unterteilt. Beide Funktionen machen genau das, was sie sollen: Während im Boost-Modus das am Verstärker ankommende Signal erheblich erhöht und praktisch abgestimmt werden kann, bietet der Overdrive-Modus einen recht satten und rockigen Klang. Leicht angezerrte Pop-Licks, oder auch deftige Hardrock-Klänge sind schnell eingestellt und überzeugen klanglich.

Das eingebaute Stimmgerät reagiert schnell und lässt sich präzise ablesen. Bei Betätigung des entsprechenden Trittschalters wird das Signal zum Output hin unterbrochen – gerade live eine bewährte Funktion. Zu den gemeinsamen Funktionen zählen der XLR-Out und ein Aux-Eingang, durch welchen bequem Backing-Tracks eingespielt werden können. Beim MFX-3 OD Rig und MFX-6 Ultra Rig gibt es sowohl einen Kopfhörer-Anschluss, als auch Send- und Return-Anschlüsse. Am 3,5-mm-Kopfhörer-Ausgang gibt’s  eine Amp-Simulation, die auch einen Standalone-Betrieb nachts zuhause möglich macht.

Das bleibt hängen

Fame bietet mit den drei Multieffekt-Brettern eine breite Palette praxisnaher Sounds zum fairen Kurs. Die stabile Haptik macht die Sache nur noch besser, weil bühnentauglich. Bei dem Preis kann man gefahrlos einen Testlauf wagen.    

Stefan Helferich

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