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Test: Boss RC-5 Loop Station

Können kommt vom Handwerk

Looper – eine tolle Möglichkeit sich als Solo-Künstler selber zu begleiten oder auch um einfach Songs zu schreiben und mal auszuprobieren, wie zwei Songideen zueinander passen. guitar hat die neue Boss RC-5 Loop Station getestet.

Wie ein Hydrant in seinem roten Gehäuse ist der RC-5 nicht zu übersehen. Wie immer ist die neue Kreation in das gewohnte Druckguss-Gehäuse von Boss mit großformatigem Bypass-Schalter gepackt. Dieser Schalter erfüllt Looper-typisch diverse Funktionen – dazu später mehr. Im Kopfbereich des Pedals finden wir ein LC-Display, das je nach Modus (Aufnahme, Wiedergabe, Overdub-Aufnahme) in verschiedenen Farben anzeigt was gerade passiert.
Unter dem Display sind vier Knöpfe verbaut, die bei Benutzung ebenfalls leuchten. Die ersten beiden Knöpfe sind unter der Kategorie „Rhythm“ zu einer Gruppe zusammengefasst. Ein Knopf schaltet einen Rhythmus-Track zum Mitspielen ein, der andere gibt die Möglichkeit das Tempo zu ändern. Die anderen beiden Knöpfe sind in der Kategorie „Write“ gruppiert und erlauben Zugang zum Speicher und Setup – mit der Write-Gruppe werden also die aufgenommenen Loops benannt, ausgewählt oder gelöscht. Ein großer Navigations-Endlos-Knopf neben dem Display erlaubt in den zuvor angewählten Menüs per Knopfdruck sowie Rechts-und Links-Drehbewegung, eine genaue und weiterführende Navigation. 

Anschlüsse 
Die rechte Gehäuseseite bietet drei Eingänge: Mono- und Stereo-Input sowie einen Expression-Pedal-Eingang. Die linke Seite die entsprechenden zwei Mono- und Stereo-Ausgänge. Stirnseitig sind der Netzteil-Anschluss sowie ein Midi-in und -out Anschluss für 3,5-Millimeter-Klinkenstecker verbaut. Darüber hinaus ist ein USB-Port geboten, mit dem der Looper an den heimischen Rechner angeschlossen werden kann, um aufgenommene Loops zu exportieren oder Backingtracks auf das Pedal zu laden. 

Des Treters Seele
Die Loops sind in einer Gesamtlänge bis zu 13 Stunden speicherbar, 99 Speicherplätze sorgen also dafür, dass man Loops bis zum Abwinken recorden kann. Alle Loops können über die genannten Menüoptionen einzeln benannt werden – wer die Übersicht verliert, hat dieses Funktion nicht genutzt. Es stehen 57 voreingestellten Rhythmus-Pattern mit sieben verschiedenen Drumkit-Styles zur Auswahl, Loops lassen sich mit diesen Drum-Pattern abspeichern. Boss stellen für die Verbindung über den USB-Anschluss die „Boss Tone Studio“-Software zur Verfügung. Über diese Software können auch Software-Updates für das Pedal geladen werden.

Angetreten
Bevor die Spezifikationen oder die beiliegende Kurzanleitung zu Rate gezogen wurden, ist das Pedal natürlich erst einmal angeschlossen und ausprobiert worden – wir sind ja auch nur Spielkinder. Intuitiv wird zum Aufnehmen einmal auf den Hauptschalter getreten, um die Aufnahme zu stoppen und damit den Loop zu erzeugen reicht ein zweiter Tritt – kennt man so von allen gängigen Loopern. Dank der aufgedruckten Funktionsanleitung „Stop: Press Twice“ ist auch schnell klar, wie die Tonausgabe pausiert wird und damit auch intuitiv verständlich, dass ein anhaltender Druck auf den Hauptschalter eine Aufnahme wieder löscht. 
Der visuelle Klick, der bei Aufnahme und Wiedergabe auf dem Display abläuft, ist ein wahrer Segen – das Auge hört eben mit und macht das Tracken und Overdubben zu einem Kinderspiel. Die Rhythmus-Tracks sind ebenfalls schnell aktiviert und durchsucht, allerdings muss man sagen, dass diese maximal als erste Stützräder fungieren können. Authentisch klingen sie nicht, vermitteln aber eine solide Idee von perkussiver Begleitung – für ernsthaftere Anliegen der Art haben wir aber ja die Möglichkeit eigene Backingtracks auf dem Looper zu speichern – ergo: cool gelöst und zufriedenstellend. Ein wirklich cooles, kleines Extra ist die Reverse-Funktion. Aufgenommene Loops können in bester Modulations-Manier rückwärts abgespielt werden, was für den kreativen-Prozess eines jeden Pedal- und Gitarren-Afficionados eine Adrenalin-Spritze sein sollte. Ein tolle Dreingabe, die zeigt, dass die Entwickler von Boss selber Mucker sind und wissen, was für Spielereien Sinn ergeben.

Das bleibt hängen
Die Benutzerfreundlichkeit, die durch Bauweise und Konzeption mit dem RC-5 vorgelegt wird, ist so Boss-typisch wie es nur eben geht. Egal ob man nur Boutique-Treter oder analoge True-Bypass-Pedale spielt, an Boss kommt man einfach nicht vorbei. Logische Lösungen, die – seien es Delays, Reverb-Pedale, Overdrive-Pedale –, oder eben Looper, einen tollen Überblick über die jeweilige Sparte des Pedal-Typs geben. Darüber hinaus sind die Pedale schlicht und einfach gut zu gebrauchen und reichen im Regelfall für ihren Verwendungszweck vollkommen aus. So ist auch der kleine rote Looper-Kollege RC-5 eine tolle Universallösung mit allem was es braucht. Boss verstehen ihr Handwerk. Punkt.

Text: Phil Zeppenfeld
Fotos: Boss