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Test: Fender Stratocaster Teil 3

Die Elektrik der Fender Stratocaster, Teil 3

In den vergangenen beiden Folgen haben wir den Fender-Stratocaster-Pickup analysiert, dessen elektrische und magnetische Eigenschaften erläutert. In dieser Folge werden werden wir die Interaktion von Tone- und Volume-Poti mit dem Pickup untersuchen.

Betrachtet wir als erstes die klassische Strat in der Position, wenn der Hals-Pickup eingeschaltet ist, dort ist ein Tone-Poti der Elektrik beziehungsweise dem Pickup zugeschaltet. Der Volume-Regler ist voll aufgedreht, die Kabelkapazität von geschätzten 700 pF also wirksam. Ich will erwähnen, dass die Strat bei ihrer Markteinführung 1954 mit einem 100 nF (= 0.1 uF) Tone-Kondensator ausgerüstet war. Die Sache klang dann schon ziemlich dumpf, wenn der Toneregler zugedreht war – sollte wohl einen Bass emulieren…

Ende der ’60er Jahre wurde dann auf 50 nF gewechselt – besser! Seit den 1980er Jahren ist bis heute ein 22-nF-Tone-C eingebaut – und der hat sich bewährt. Solange der eingestellte Widerstand des Tone-Potis (nominal: 250 kOhm) noch merklich größer ist als der kapazitive Blindwiderstand des Tone-Kondensators in den Höhen, so lange wirkt dieses Arrangement lediglich als veränderliche ohmsche
Last auf den Pickup. Wird diese kleiner, wird zunächst auch die Resonanzhöhe geringer. (Bild 1) Bei etwa 60 kOhm Tone-Poti-Widerstand ist die ursprüngliche 3,5-kHz-Betriebsresonanz- Überhöhung verschwunden („weggedämpft“), die ja hauptsächlich von der Kabelkapazität herrührte. Bei 30 kOhm erfolgt eine übliche „Tone-Blenden“-Höhenbedämpfung.

Fender Stratocaster Frequenzdiagramm

Darunter (< 10 kOhm) beginnt dann der Einfluss des 22-nF-Tone-C auf die Pickup-Induktivität und fängt rechtschnell an, eine neue, tiefer liegende Resonanzfrequenz zu bilden, allerdings zunächst noch stark bedämpft.

Mit 3 kOhm – also fast zugedrehtem Tone-Poti – ist die neu entstandene Resonanzfrequenz schon deutlich ausgeprägt, mit komplett zugedrehtem Tone ist die „Tone-C“-Resonanz mit rund 600 Hz stark ausgeprägt. Oberhalb der Resonanz – auch hier ähnlich wie bei der 3,5-kHz-Betriebsresonanz– passiert ein Abfall im Frequenzgang von -12dB/Oktave. Auch hier will ich auf die zum Teil enormen Bauteil-Toleranzen von Tone-Kondensator und Tone-Poti hinweisen. 

Volume-Poti, Teil 1

Das Tone-Poti ist nun voll aufgedreht, es wirkt als solches nur als eine250-kOhm-Last auf den Pickup – es beeinflusst keinerlei Resonanzfrequenzen. Man erkennt im Ersatzschaltbild – siehe Bild 4 in Ausgabe 2/2020 –, dass beim Zurücknehmen des Volume-Potis jetzt irgendwie die Kabelkapazität abgekoppelt wird – sie verliert langsam ihren Einfluss auf die PU-Induktivität. Diese Kabel- Kapazität wird aber zur Bildung der Betriebsresonanzfrequenz von etwa 3,5 kHz benötigt. In Zwischenstellungen des Volume-Potis schwächt sich die 3,5-kHz-Resonanzerhöhung ab, der Frequenzgang verschiebt sich (am Pickup!) in Richtung seiner Leerlauf-Frequenz (9 kHz). Dieser Effekt wird jedoch von einem zweiten, wichtigeren Szenario überdeckt, nämlich dem sogenannten Poti-Innenwiderstand (-R) in Interaktion mit der Kabel-Kapazität. [...]

 

Den vollständigen Testbericht gibt es im guitar Magazin Ausgabe 04 /2020.

 guitar Ausgabe 04 / 2020 im Shop als E-Paper

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