Facbook guitar Magazin guitar auf Instagram guitar Magazin auf Youtube

Werbung

Test: Fender Stratocaster Teil 1

Die Elektrik der Fender Stratocaster, Teil 1

Leo Fender aus dem sonnigen Kalifornien war ein unermüdlicher und genialer Tüftler. Viele zeitlose Gerätschaften für Gitarristen und Bassisten wurden von ihm entworfen, so auch die 1954 eingeführte Fender Stratocaster. Sie wurde über die Jahrzehnte bis in die heutige Zeit hinein fast unverändert gebaut, sie ist schlicht die meistverkaufte E-Gitarre auf diesem Erdball geworden. Ein guter Grund also, sich die elektrische Ausstattung dieser zeitlosen Gitarre einmal näher anzusehen.

Leo Fender war begeisterter Western-Swing-Musik-Fan, seine Gitarren sollten also vor allem den Sound dieses Musik-Stils generieren können. Es brauchte einen knackigen, frischen und höhenreichen Sound. Wie kommt dieser zustande? Schauen wir zu den elektro-physikalischen Feinheiten, damit geklärt wird, warum diese Pickups diesen Klang hervorbrachten, der zum Erfolg dieses Gitarrentyps definitiv mit beitrug. Die drei baugleichen Tonabnehmer der Stratocaster, kurz auch Strat genannt, bestanden nur aus dem Nötigsten. Jeder Saite war ein AlNiCo5- Zylindermagnet zugeordnet, der dann die metallene Saite magnetisierte. Damit die Magnete in definierter Position gehalten wurden, steckte Leo diese durch zwei passend gestanzte Vulkanfiber-Platten. Gleichzeitig bildete dieses Konstrukt einen nahezu perfekten Spulenkörper; die Wicklung wird einfach direkt um die Magnete gewickelt, fertig – ein separater Spulenkörper wie etwa bei Gibson- oder Gretsch-Pickups war so gar nicht nötig. Dieser Pickup (kurz PU genannt) war auch ohne separaten Spulenkörper funktionstüchtig und stabil. Zum Schutz der empfindlichen Drahtwicklung wurde der Pickup mit einer Plastikhaube versehen.

 

fender schaltplanPhysikdetails

Ein Stück Draht hat einen temperaturabhängigen Ohmschen Widerstand R – je länger der Draht, desto größer der, spezifizieren wir etwas genauer, Gleichstrom-Widerstand. Dieser wird von Pickup-Herstellern oft kurz als „DCR“ bezeichnet. Beim Strat-PU wählte Leo Fender nach etlichen Versuchen etwa 8000 Windungen eines dünnen Kupferlack-Drahts in einem Durchmesser, der auch bei den anderen am Markt befindlichen PUs (etwa beim P-90 von Gibson) üblich und zudem noch vernünftig verarbeitbar war. Das war ein Draht mit dem amerikanischen Maß AWG 42 respektive der für uns besser lesbaren metrischen Dicke von 0,063 Millimetern. Nun, bei einer Anzahl von im Mittel etwa 8000 Windungen (im Laufe der Jahrzehnte variiert diese Anzahl leicht) kamen dann so um die sechs kOhm Gleichstrom-Widerstand zusammen. Jetzt produziert aber ein Stück Draht auch eine Wechselstrom-Wirkung, der Draht besitzt nämlich eine kleine Induktivität L, die sich durch den Prozess des „Aufwickelns“ weiter verstärkt. Die gesamte Drahtwicklung eines Strat-Pickups kommt final auf etwa 2,5H (Henry, Einheit für die Induktivität) – eine schon stattliche Größe (Zum Vergleich: eine Wah-Wah-Spule bringt es auf 500 bis 600 mH). Diese beiden bis jetzt eingeführten elektrischen Größen (L & DCR) sind noch gut „erkennbar“. Weniger gut bekannt ist der Fakt, dass, im Falle der Existenz einer Potentialdifferenz zwischen zwei Punkten im Raum, zwischen diesen beiden Punkten auch eine Kapazität C existiert. Nun wird dieser grundlegende physikalische Umstand auf unsere gesamte PU-Wicklung angewendet. Zwischen jeder Lagenwicklung oder, wenn wir es ganz genau nehmen, selbst zwischen jeder Windung existiert eine kleinste Kapazität. Fassen wir dies alles einmal praktisch zusammen, besteht dann tatsächlich zwischen dem Wickelanfang und dessen Ende eine kleine, aber merklich existierende Kapazität – hier beim Strat-PU wären das etwa 120pF. [...]

 

Den vollständigen Testbericht gibt es im guitar Magazin Ausgabe 02 / 2020.

guitar Ausgabe 02 / 2020 im Shop als E-Paper

Auch als E-Paper

aktuelles guitar Magazin

Cover guitar - Magazin

Auch als E-Paper

guitar Sonderhefte

guitar Sonderhefte

Auch als E-Paper

guitar acoustic

guitar acoustic

Werbung
Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.