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Guild Surfliner (Foto: Guild Guitars)

Test: Guild Surfliner

Ein Wellenreiter in der Carnaby Street

Die Guild Surfliner sieht aus wie ein Klassiker aus den 60ern, ist aber ein ganz frisches Modell der stilsicheren Guild-Designer. Unter ihrer Haube schlummern dank der H-S-S-Bestückung, die mit drei Pickup-Switches aktiviert werden, nicht weniger als sieben individuelle Sounds.

Als die Guild Surfliner zum Test eintrifft, lädt sie zu einer genauen Betrachtung in Sachen Design ein. Die Solidbody ist eine geschmackvolle Symbiose aus vielen bekannten Guild-Instrumenten der gesamten Firmengeschichte. Angefangen bei der von der Guild Jetstar bekannten Kopfplatte bis zum unteren Ende des Offset-Korpuses gibt es eine Menge zu entdecken.

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Dieser ist ein ergonomisch gehaltener Mix aus Jetstar und frischen ergonomischen Elementen. Insgesamt fühlt man sich bei der Guild Surfliner sofort zuhause und erwischt sich des Öfteren bei der Frage, ob dieses 2022er Modell nicht doch aus einer Zeitmaschine gefallen ist. Der geschraubte, matt lackierte Ahornhals mit abgewinkelter Kopfplatte besteht aus zwei Teilen und einem aufgesetzten Ahorngriffbrett, unter dem der Halsstab eingelassen ist. Die Haptik ist griffig. Für eine Gitarre um 450 Euro sind die 23 Narrow-Jumbo-Bundstäbchen sehr sauber abgerichtet.

Pfiffiger Ansatz

Beim Korpus setzt sich der gute Eindruck fort. Der aus fünf Teilen zusammengesetzte Pappelbody ist schön gemasert. Man erkennt auf der Decke und am Boden nur bei genauerem Hinsehen, dass es sich um mehr als zwei Pappelelemente handelt. An den Zargen fallen die unterschiedlichen Holzstücke zwar etwas auf, aber für den aufgerufenen Kurs ist die Optik spitze. Verbunden werden Hals und Korpus übrigens mit einer sehr stylischen, mit ausgestanzten Guild-Signet versehenen Halsplatte.

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In Sachen Hardware und Elektronik wird der pfiffige Ansatz der Formgebung fortgesetzt. Die Guild Vintage Style Inline Tuner sehen zwar aus wie aus längst vergangenen Zeiten, arbeiten jedoch sehr präzise und sind sehr stimmstabil. Bei der Lieferung war die aus indonesischer Fertigung stammende fabrikneue Surfliner nur minimal von einer perfekten Stimmung entfernt und hätte ohne Weiteres so gespielt werden können. Die Tune-O-Matic-Brücke ist ab Werk bundrein und auf eine angenehme Höhe eingestellt. Wer eine flachere oder höhere Saitenlage bevorzugt, kann diese ohne große Mühe mittels eines handelsüblichen Schlitzschraubenzieher einstellen – einfacher geht‘s nicht.

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Das Herzstück

Die Tonabnehmer sind bekanntlich für den Großteil des Klangs verantwortlich. Hier punktet die Surfliner auf ganzer Linie, denn in dem Trio aus zwei DeArmond Aerosonic Single Coil Pickups in der Hals- und Mittelposition und dem Guild LB-1 Bridge Pickup an der Brücke schlummern Sounds von der kalifornischen Pazifikküste bis zum Swinging London der 60er Jahre.

Ermöglicht wird diese Bandbreite nicht nur von der Ein- und Doppelspulerkombination sondern auch maßgeblich von der ausgefuchsten Schaltung der drei RockerOn/Off Pickup Switches, die wir im folgenden vorstellen:

Position 1 - erster Schalter auf „on“: Guild LB-1 Bridge Pickup

Position 2 - erster und zweiter Schalter auf „on“: Guild LB-1 Bridge & DeArmond Aerosonic Single Coil (Mitte)

Position 3 - zweiter Schalter auf „on“: DeArmond Aerosonic Single Coil (Mitte)

Position 4 - zweiter und dritter Schalter auf „on“: DeArmond Aerosonic Single Coil (Mitte + Hals)

Position 5 - erster Schalter auf „on“: DeArmond Aerosonic Single Coil (Hals)

Position 6 - erster und dritter Schalter auf „on“: Guild LB-1 Bridge Pickup und DeArmond Aerosonic Single Coil (Hals)

Position 7 - alle drei Schalter auf „on“: Guild LB-1 Bridge Pickup und DeArmond Aerosonic Single Coil (Mitte + Hals)

Diese sieben Optionen liefern Vintage-Klänge von Surf Rock über knackigem Country Twang und Stones-Vibes bis hin zu dreckigem Rock der Marke The Who. Bei jedem der exemplarischen Stilistiken (inklusive passender Peripherie) reagiert die Surfliner sehr direkt und liefert in allen Bereichen von zartem bis hartem Anschlag ein dynamische Signal.

Das bleibt hängen

Die Guild Surfliner ist zwar ein Kind des neuen Jahrtausends, muss sich aber vor der legendären Modellen aus den 50ern und 60ern nicht verstecken. Für ihren äußerst geringen Verkaufspreis von 459 Euro ist sie tadellos gefertigt, ab Werk gut eingestellt und klanglich ein Schweizer Taschenmesser für Vintage-Fans. Im Lieferumfang gibt es sogar noch ein Jutesäckchen mit Halsstab-Inbus, zwei Guild-Stickern und Plektren plus eine Bedienungsanleitung. Ein Koffer ist bei diesem Kurs verständlicherweise nur separat erhältlich.

Autor: Chris Franzkowiak

Alle Infos: GUILD GUITARS

 

Das und noch viel mehr findet ihr in der aktuellen guitar 01/23

guitar 01/23

 

facts guild surfliner

 

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