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Test: Zoom A1X FOUR

All-inclusive für E-Akustiker

Als Akustikgitarrist ist man gerne mit „kleinem Gepäck“ unterwegs. Da ist es praktisch, wenn anstelle eines umfangreichen Effektekoffers ein kompaktes Bodenteil an Bord ist, das all die Zutaten liefert, die man auf der Bühne braucht. Das Zoom A1X FOUR ist ein solcher Tausendsassa.

Der japanische Musikelektronikhersteller Zoom ist seit seiner Gründung1983 bekannt dafür, praktische Musiker-Accessoires zu einem moderaten Preis anzubieten. Neben Kleinmixern, Audio-Interfaces, Multitrack- und Video-Recordern zählen auch Multieffektgeräte  zum Portfolio. Bereits 1990präsentierte Zoom mit dem legendären 9002 seinen ersten Multieffektprozessor für Gitarre – eine kleine Box, die man am Gitarrengurt befestigen konnte. Die Vorgänger des A1X FOUR, das A2.1u und das A3, sind inzwischen in die Jahre gekommen und so ist es an der Zeit, zwei aktualisierte Sprosse der A-Familie, das A1 FOUR und das A1X FOUR, zu präsentieren. Die von uns getestete X-Variante verfügt im Gegensatz zum A1 FOUR im Gegensatz zum A1 FOUR über ein höhenverstellbares Pedal und zehn zusätzliche Effekte, die dieses Pedalverwenden. Ansonsten ist die Ausstattung beider Modelle identisch. Effektauswahl, Funktionalität und Parametrisierung sind auf akustische Saiten-  und Blasinstrumente wie Akustikgitarre, Akustikbass, Violine, Saxofon, Trompete, und Mundharmonika und andere optimiert. Genau genommen ist derA1X FOUR nicht nur ein Multieffektgerät, sondern außerdem ein Akustikgitarren-Modeler, ein Looper, ein Rhythmusgerät und ein Tuner. Das Gerät kann wahlweise mit vier AA Batterien oder über ein9V-DC-Netzgerät betrieben werden. Batterien werden mitgeliefert, ein Netzteil leider nicht. Zum A1X FOUR gehört außerdem die Software Zoom Guitar Lab, mit der man Patches am Computer (Windows oder Mac) editieren, sortieren und archivieren kann. Darüber hinaus können auf diesem Weg zusätzliche Effekte und Patches von der Zoom-Website geladen werden. Das A1X FOUR verfügt über 50 Speicherplätze für Patches, von denen 40 ab Werk mit Presets belegt sind. 20 der Factory-Presets sind speziell für Akustikgitarre programmiert. Alle 50 Patches sind jedoch frei editierbar. Ein Patch stellt fünf Effektslots bereit, von denen jeder mit einem Effekt oder Gitarrenmodell belegt werden kann. Im A1X FOUR stehen 15 Gitarrenmodelle von prominenten Martins, Taylorsund Gibsons über Adamas bis hin zur 12-String und Dobro zur Verfügung. Mit Hilfe von Guitar Lab können weitere heruntergeladen werden. Viele der Modellierungen wie etwa die Martin-, Taylor- und Gibson-Simulationen sind gut gelungen, andere, wie etwa12-String oder Dobro, sollte man nicht unbedingt an ihrem Namen messen. Die Models können bei Bedarf mit einem Drei-Band-EQ und einem Gain-Regler angepasst werden. Wer jedoch glaubt, seine No-Name-Acoustic mit Hilfe eines dieser Models etwa zu einer Gibson Hummingbird zu machen, liegt falsch. Man sollte vielmehr ein Model auswählen, welches seiner Gitarre am nächsten kommt, sodass deren Sound „artgerecht“ aufgewertet wird. Aber Experimenten sind natürlich keine Grenzen gesetzt.

zoom a1x four 2

Mehr bitte

In der Effektabteilung des A1X FOUR findet man über 90 Effekte aus den Kategorien Reverb, Delay, Modulation, Dynamics, Filter, Drive, Amp-Simulation, SFX und Pedal. Mehr können wiederum über die Guitar-Lab-Software geladen werden. Den Akustikgitarristen dürften hauptsächlich Hall, Delay, Chorus und EQ interessieren– und hier darf man Zoom ein Lob aussprechen. Diese Effekttypen sind sehr gut gelungen. Der Hall klingt natürlich, die Delay-Auswahl ist vielfältig, die Chorus-Varianten verleihendem Gitarrensound sehr viel Räumlichkeit und der7-Band-Graphic-EQ so wieder 2-Band-Parametric-EQmachen eine Anpassung des Sounds zum Kinderspiel. Aber auch andere Effekte wie Wahwah, Phaser, Flanger, Tremolo und Pitch-Shifter sind von sehr guter Qualität, die

Feedbackunterdrückerarbeiten einwandfrei. Einige experimentelle Effekte wie etwa ein Phaser, der zufällig oder abhängig vom Eingangspegel die Geschwindigkeit ändert, ein Bass-Synthesizer, der sich unter das Gitarrensignal schiebt, ein Compressor, der den Ton langsam einblendet und so einen Violineneffekt erzeugt und viele mehr sind ebenfalls verfügbar. Weiterhin findet man Nachbildungen von bekannten Teilen wie L.R. Baggs Venue DI EQ, Fishman Tone DEQ, dbx 160ACompressor, Fender ’65Deluxe Reverb Amp, BossCH-1 Superchorus, Electro-Harmonix Small Stone Phaser, Cry Baby Wahwah und anderen. Recht brauchbare Distortion-Effekte sind ebenfalls an Bord, abe rfür viele Akustikgitarristen sind Akustikgitarre und Distortion ein Widerspruch in sich. Übrigens belegt auch die Pedalfunktion einen Effekt-Slot, auch wenn es „nur“ als Volumenpedal eingesetzt wird. Da derA1X FOUR nicht nur für Akustikgitarre sondern auch für andere Saiten- und Blasinstrumente konzipiert ist, sind etliche Effekte auch für solche Instrumente optimiert. Es hindert den Gitarristen aber nichts daran, auch diese für die Gitarre zu verwenden, wenn sie ins Klangbildpassen. Insgesamt ist die Auswahl an Effekten enorm vielseitig und reichlich. [...]

 

Den vollen Testbericht gibt es im guitar Magazin Ausgabe 02  /2020

guitar Ausgabe 02 / 2020 im Shop als E-Paper

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