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Bluescafé - Memphis Minnie – „Nothing In Rambling“

Im Bluescafé ist mal wieder ein emanzipierter Blues aus der Damenwelt angesagt – Memphis Minnies „Nothing in Rambling“. Die ersten Bluesaufnahmen stammen von 1920, zu dieser Zeit hatten die Frauen das Geschäft voll in der Hand. Der begriff „Classic-Blues“ beschreibt einen Stil, in dem Sängerinnen von ihren schwarzen Songschreibern am Klavier mehr schlecht als recht begleitet oder mit drittklassigen Jazzkappellen verkuppelt wurden.

Außer Bessie Smith, die beispielsweise Louis Armstrong und Eddie Lang im Studio hatte, schaffte es kaum jemand, mit guten Musikern aufzunehmen oder eigene Stücke unterzubringen. Von daher bezieht sich „Classic-Blues“ eher auf die „klassisch“ ausgebildeten Begleiter der frühen Sängerinnen als auf einen besonders typischen Bluesstil. Die Jungs waren zum Teil nämlich clevere Geschäftsleute, wie beispielsweise Clarence Williams, die wussten, dass man mit den Rechten an einem Schlager wesentlich mehr verdienen konnte als mit einer hochklassigen Bluesaufnahme. Erst Mitte der Zwanziger Jahre entdeckten die Plattenfirmen, dass neben diesem Theater-Blues noch eine Nachfrage nach ehrlicher, schwarzer Volksmusik bestand, und die ersten Countryblues-Aufnahmen verkauften sich erstaunlich gut. Nachdem für die Plattenfirmen der Aufwand einer Pressung ziemlich gering war und sich geringere Stückzahlen aufgrund der Schellackpressung von Hand trotzdem rechneten, bekam so gut wie jeder eine Chance, sich in den schwarzen Rillen zu verewigen.

bluescafe 01 2020 memphis minnie bsp 1

Gitarre, Messer, Knarre

Lizzie Douglas wird 1897 in Algiers, Louisiana geboren – gleich gegenüber von New Orleans auf der anderen Seite des Mississippi. Bald darauf zieht die Familie nach Walls– einem Vorort von Memphis. Dort lernt „Kid“ Douglas schnell von den vielen Gitarrenspielern, und bald macht ihr auf den sechs Saitenkeiner mehr was vor. „Sie spielte Gitarre wie ein Mann!“, ist eine Beschreibung, die viele Kollegen, die sie live erlebten, ihr gaben. Mit einer unglaublichen Power in der rechten Hand, rhythmischer Präzision und einemuntrüglichen Gespür für außergewöhnliche Nummern erspielte sie sich in Memphis und Umgebung ihren Namen: Memphis Minnie. Wie ihre männlichen Kollegen steckte sie alle Energie ins Musizieren, um den erbärmlichen Arbeitsverhältnissen zu entgehen, die sie ansonsten erwartet hätten. Und Minnie spielte nicht nur Gitarre „wie ein Mann“, sie wusste auch ebenso mit Messer und Knarre umzugehen. Für einen Mann war das Leben als Bluesmusiker schon hart, aber Minnie als gutaussehende Frau hatte es verständlicherweise doppelt schwer. [...]

 

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